Neue Impulse für das Batterierecycling: Europäisches Konsortium nimmt Arbeit auf
Ein innovatives Konsortium zur Förderung des Batterierecyclings in Europa hat unter der Leitung des renommierten Produktionsmanagements der RWTH Aachen seine Arbeit aufgenommen. Dieses zukunftsweisende Projekt wird durch eine großzügige Förderung seitens der Landesregierung Nordrhein-Westfalen in Höhe von 2,068 Millionen Euro unterstützt. Zusätzlich leisten die Mitglieder des Konsortiums, darunter Iondrive mit einem Beitrag von 265.000 Euro, beachtliche finanzielle Zusagen, sodass insgesamt 3,137 Millionen Euro zur Verfügung stehen.
Im Fokus steht der Aufbau einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft für Batterien, indem gezeigt werden soll, dass Batteriezellen mit 80% recyceltem Material ebenso leistungsfähig sind wie ihre Pendants aus Primärmetallen. Ein Kernziel ist hier die umweltfreundliche Verarbeitung von Schwarzmasse, aus der Iondrive hochreine Metalle gewinnen und sie zu pCAM-Materialien weiterverarbeiten wird. Der Vorstoß zielt auch darauf ab, führende OEMs und Batteriehersteller einzubinden, um den Markteintritt und die Validierung dieser Innovationen zu beschleunigen.
Die Initiative vereint maßgebliche Industriepartner entlang der Wertschöpfungskette. Accurec Recycling bringt seine Expertise in der Behandlung von Batterie- und Elektronikabfällen ein, während NEUMAN & ESSER fortschrittliche Verfahrenstechnik liefert. Constantia Patz ergänzt das Konsortium mit Wissen über flexible Verpackungslösungen. Diese Kooperation erstreckt sich von der Demontage über die Materialaufbereitung bis hin zum fertigen Produkt.
Die Pläne sehen vor, die Pilotanlage von Iondrive zuerst in Australien zu errichten und anschließend deren Technologien nach Europa zu bringen, um die Prozesse kontinuierlich zu verbessern. Dies wird durch den australischen Industry Growth Program mit bis zu 3,9 Millionen AUD unterstützt. Die bestehenden synergetischen Partnerschaften im Rahmen des Konsortiums könnten Iondrive potenziell neue Wege für kommerzielle Abnahmevereinbarungen und den Zugang zu zusätzlichen Einsatzmaterialien eröffnen.

