Moller-Maersk unter Druck: Weltwirtschaftliche Unsicherheit trübt Wachstumserwartungen
Die dänische Container-Reederei Moller-Maersk sieht sich angesichts der Unwägbarkeiten in der globalen Wirtschaft mit reduzierten Wachstumsprognosen konfrontiert. Vor kurzem noch optimistisch, erwartet das Unternehmen nun eine Schwankung im Containeraufkommen zwischen einem Rückgang um ein Prozent bis zu einem maximalen Wachstum von vier Prozent. Ursprünglich hatte man im Februar ein klares Wachstum von vier Prozent in Aussicht gestellt.
Moller-Maersk, die rund 14 Prozent der globalen Containerschiff-Kapazität und 60 internationale Häfen betreibt, spürt deutlich die Auswirkungen der protektionistischen Maßnahmen der US-amerikanischen Administration unter Präsident Donald Trump. Diese Politik droht, den internationalen Handel nachhaltig zu erschweren. Gleichzeitig hegt das Unternehmen Hoffnung auf Impulse aus Europa, wo steigende Investitionen, unter anderem in Deutschland, für einen positiven Konjunktureffekt sorgen könnten.
Die aktuellen Krisen im Roten Meer, insbesondere die Bedrohung durch die Huthi-Miliz für Schifffahrtsrouten durch den Suezkanal, drängen zunehmend auf eine Umfahrung um die Südspitze Afrikas. Maersk sieht darin eine Verlängerung der bestehenden Herausforderungen, rechnet aber mit einer Stabilisierung der Lage erst gegen Jahresende.
Im Februar noch optimistisch hinsichtlich des operativen Gewinns, bestätigt Maersk nun sein Ziel eines bereinigten Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zwischen 6 und 9 Milliarden US-Dollar. Ein Hoffnungsschimmer zeichnet sich am Horizont ab, da es zuletzt diplomatische Annäherungen zwischen den USA und der Huthi-Miliz gab. Eine beidseitige Waffenruhe könnte die Lage im Roten Meer entspannen, nachdem die Miliz aufgrund des Gaza-Kriegs wiederholt Schiffe mit einer Verbindung zu Israel attackiert hatte. US-Präsident Trump betont, dass die Waffenruhe vor allem die Angriffe auf Handelsschiffe betreffen soll.

