Mit diesen 7 Tipps schützen Sie Ihr Auto vor dem schnellen Wertverlust
Neuwagen verlieren schon im ersten Jahr nach der Zulassung im Durchschnitt bis zu 25 Prozent des Wertes. Nach lediglich drei Jahren erhalten Sie für einige Modelle bereits weniger als die Hälfte des ursprünglichen Preises. Aus diesem Grund haben wir sieben Tipps für Sie vorbereitet, mit denen Sie dem schnellen Wertverlust Ihres Fahrzeugs vorbeugen und es später als Gebrauchtwagen zum höchstmöglichen Preis verkaufen können.
Neuwagen büßen rasant an Wert ein
Spätestens, wenn Ihr neues Fahrzeug ein paar Jahre alt ist und Sie es wieder verkaufen möchten, werden Sie sich diese Frage stellen: „Was ist mein Auto noch wert?“ Einige Autobesitzer sind überrascht, wenn sie eine Fahrzeugwertermittlung durchführen und feststellen, dass das Auto stärker an Wert verloren hat als erwartet. Leider ist es zu diesem Zeitpunkt aber schon zu spät, um Maßnahmen zu ergreifen, die den schnellen Wertverlust des Autos zu verhindern. Damit es gar nicht erst soweit kommt, sollten Sie schon beim Neuwagenkauf einige Dinge berücksichtigen.
Tipp 1: Wählen Sie eine beliebte Marke
Mit dem Kauf Ihres Fahrzeugs bestimmen Sie, wie schnell oder langsam der Wertverlust vorangeht. Da die Beliebtheit nach einer speziellen Marke auch die Nachfrage bestimmt, sollten Sie sich für ein möglichst gängiges Modell entscheiden. Auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist die Nachfrage nach diesen Modellen hoch, sodass für stabile Preise gesorgt ist.
Tipp 2: Entscheiden Sie sich für eine gängige Farbe
Bei der Farbwahl gilt grundsätzlich: Vermeiden Sie außergewöhnliche Lackierungen in Gelb, Orange oder Violett. Fahrzeuge in schlichten Grautönen, Blau, Weiß oder auch Rot sind auf dem Gebrauchtwagenmarkt am gefragtesten. Dadurch sprechen Sie einen größeren Interessentenkreis an und können einen höheren Preis erzielen.
Tipp 3: Die Ausstattung sollte der Modellklasse entsprechen
Auch die Ausstattung hat einen hohen Einfluss auf den Wiederverkaufswert. Eine Klimaanlage, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung und ESP sollten unbedingt vorhanden sein. Eine zu hohe Ausstattung, die nicht zur Modellklasse passt, vermeiden Sie allerdings besser. Bei einem Kleinwagen sind Standheizung und Anhängerkupplung meist kontraproduktiv. In der Mittelklasse hingegen wären diese Ausstattungsmerkmale von Vorteil. In gehobenen Modellklassen sorgen auch Tempomat, Einparkhilfe, Navigationssystem und Xenon-Licht für einen besseren Wiederverkaufswert. Auf Assistenzsysteme können Sie aktuell noch verzichten, da diese den Werterhalt nicht beeinflussen.
Tipp 4: Bringen Sie Ihr Auto zu allen Inspektionen
Nach dem Kauf gilt: Lassen Sie alle routinemäßigen Inspektionen durchführen, um den Wiederverkaufswert zu erhöhen. Bei einem scheckheftgepflegten Fahrzeug ist nicht nur der Verkaufswert im Durchschnitt um ein Vielfaches höher, auch die Verkaufschancen steigen erheblich. Aus diesem Grund sind regelmäßige Inspektionen und Wartungen nicht nur sinnvoll, um spätere Reparaturkosten zu vermeiden, sondern tragen auch zum Werterhalt des Autos bei.
Tipp 5: Eine gute Pflege ist wichtig
Wenn Sie Ihr Auto später wieder verkaufen möchten, kommt es maßgeblich auf den ersten Eindruck an. Ein Gebrauchtwagen, der regelmäßig von innen und außen gepflegt wurde, lässt sich in der Regel besser verkaufen als ein ungepflegtes Auto. Widmen Sie der Pflege Ihres Fahrzeugs daher viel Aufmerksamkeit. Gerade in der kalten Jahreszeit sind regelmäßige Vollwäschen sinnvoll, denn das Streusalz kann zu Korrosionsschäden führen. Eine sehr hohe Bedeutung hat auch der Frühjahrsputz beim Auto, weshalb er sorgfältig erledigt werden sollte. Reinigen Sie dabei auch alle schwerzugänglichen Bauteile des Fahrzeugs wie die Radaufhängungen, die Achsen und den Unterboden. Erfahrene Privatkäufer und Händler werden diese Bestandteile des Gebrauchtwagens beim Verkauf sehr genau unter die Lupe nehmen. Zweimal im Jahr sollten Sie außerdem den Lack mit einer Wachsversiegelung pflegen.
Tipp 6: Lassen Sie alle Schäden zügig reparieren
Trotz aller Vorsicht lassen sich Schäden am Auto manchmal nicht vermeiden. Falls eine Reparatur ansteht, sollten Sie diese immer zügig erledigen lassen. Das gilt insbesondere für Lackschäden: Durch die Beschädigungen kann Feuchtigkeit eindringen und zu Rost führen. Im Sommer entfernen Sie Insekten und Vogelkot ebenfalls möglichst schnell vom Lack, da die Säuren andernfalls zu dauerhaften Schäden führen können. Prinzipiell gilt bei der Reparatur von Fahrzeugbeschädigungen: Kleine Instandhaltungsarbeiten wie das Austauschen defekter Leuchten oder die Ausbesserung oberflächlicher Kratzer können Sie ruhig selbst erledigen. Größere Rost- und Lackschäden gehören jedoch in die Hände des Fachmanns. Auch Sicherheitskomponenten wie die Elektronik oder die Bremsen sollten ausschließlich von Experten repariert werden.
Tipp 7: Gewöhnen Sie sich eine schonende Fahrweise an
Zu guter Letzt können Sie mit Ihrer Fahrweise den Wertverlust Ihres Autos beeinflussen. Fahren Sie vorausschauend und defensiv und behandeln Sie die Fahrzeugtechnik im Alltag möglichst schonend. Auf diese Weise entstehen weniger Reparaturkosten und der Restwert Ihres Autos bleibt höher. Gute Gebrauchtwagenhändler sind in der Lage, den Zustand eines Autos genau zu beurteilen. Raucherautos und Fahrzeuge von Hundehaltern sind auf dem Gebrauchtwagenmarkt nicht so gern gesehen. Die Nikotinablagerungen und die Haare der Vierbeiner zeigen sich auf den Polstern deutlich. Schützen Sie das Lenkrad, das Armaturenbrett und ähnliche Bestandteile aus Kunststoff vor der Sonneneinstrahlung. Andernfalls bleichen sie aus und können sogar spröde werden.

