Millionenschweres Bußgeld für 23andMe: Datenschutzverletzungen im Fokus
Das britische Datenschutzministerium hat der Firma 23andMe eine Geldstrafe von 2,31 Millionen Pfund (3,1 Millionen Dollar) auferlegt, da sie die persönlichen und genetischen Daten von britischen Bürgern unzureichend geschützt hatte. Im Jahr 2023 war es Hackern gelungen, im Zuge eines monatelangen Angriffs die vertraulichen Daten von über 6,9 Millionen Nutzern zu entwenden. Darunter befanden sich auch Informationen über mehr als 155.000 britische Einwohner.
Kritisiert wurde insbesondere die unzureichende Sicherheitsmaßnahme, die es ermöglichte, dass Nutzer ihre genetischen Rohdaten ohne zusätzliche Verifikationsschritte herunterladen konnten. Die Forderung nach einer Multi-Faktor-Authentifizierung durch die britische Datenschutzbehörde blieb von 23andMe lange ungehört.
23andMe reagierte auf das Bußgeld, indem sie verpflichtende Multi-Faktor-Authentifizierung für alle Konten einführten. Das Unternehmen befindet sich momentan in einem Insolvenzverfahren, in dessen Rahmen der Verkauf des Unternehmens ansteht. Eine entsprechende Anhörung soll noch am selben Tag stattfinden.

