Milliarden für den Wohnungsbau: Söders Forderung nach Investitionen
CSU-Chef Markus Söder fordert von der neuen Bundesregierung eine deutliche Erhöhung der Investitionen in den Wohnungsbau, um einen notwendigen Umbruch in diesem Sektor zu initiieren. Er schlägt vor, dass die Wohnraumförderung dauerhaft auf mindestens 3,5 Milliarden Euro gesteigert wird. Außerdem betont er die Bedeutung der Städtebauförderung, die um ungefähr eine Milliarde Euro angehoben werden sollte, damit Kommunen als bedeutende Auftraggeber in der Bauwirtschaft auftreten können.
Söder hebt die Bauwirtschaft als zentrale Wirtschaftsbranche hervor, deren Krise in der öffentlichen Diskussion häufig vernachlässigt wird. Während über große Industrien wie Chemie, Maschinenbau und Automobilbau umfassend debattiert wird, sei die Bedeutung des Baus als Konjunktur- und Stimmungsindikator unterrepräsentiert. Ein schwächelnder Bau bedeute auf lange Sicht eine geschwächte Gesamtwirtschaft.
Die Bauwirtschaft hat in den letzten Jahren unter gestiegenen Materialkosten, Baupreisen und hohen Zinsen gelitten. In Bayern plant Söder eine Vereinfachung bestehender Bauauflagen, insbesondere im Lärm- und Brandschutzbereich, um eine Wiederbelebung der Branche zu fördern.
Auf Bundesebene sieht Söder einen dringenden Änderungsbedarf im Steuerrecht, darunter die Abschaffung der Erbschaftsteuer auf das Elternhaus und die Anrechnung energetischer Sanierungskosten auf die Erbschaftsteuer. Zusätzlich plädiert er für eine bundesweite Senkung der Grunderwerbsteuer auf maximal 3,5 Prozent sowie eine leichtere Mobilisierung von Bauland und weniger Vorschriften für Hochbauten.

