MicroStrategy-CEO behauptet, Jamie Dimon sei heimlich ein Bitcoin-Befürworter

Phong Le, CEO von MicroStrategy, äußerte in einem Podcast, dass Jamie Dimon, der Chef von JPMorgan, privat Bitcoin unterstützt, obwohl er öffentlich oft dagegen spricht. Diese Aussage machte Le im Rahmen eines halb scherzhaften Kommentars im Podcast "Coin Stories" von Natalie Brunell.
MicroStrategy, ein US-amerikanisches Softwareunternehmen, ist der größte Unternehmenshalter von Bitcoin (BTC) und besitzt etwa 846.000 Coins, was rund 4% aller existierenden Bitcoins entspricht.
Warum Phong Le Jamie Dimon als Bitcoin-Befürworter bezeichnet
Im Gespräch mit Brunell wurde Le gefragt, was Dimon von MicroStrategys Ziel halten würde, das "JPMorgan von Bitcoin" zu werden. Le antwortete lachend.
“I think Jamie Dimon is a Bitcoiner behind the scenes, but he’ll say what he needs to say externally. I think everyone is a Bitcoiner privately once they learn and understand Bitcoin,” he said.
Le betonte, dass MicroStrategy nicht zu einer Bank werden wolle. Vielmehr strebe das Unternehmen an, im Zentrum der Bitcoin-basierten Finanzwelt zu stehen und Investitionsprodukte zu entwickeln und zu verkaufen, ähnlich wie JPMorgan an der Wall Street.
Er widersprach auch der Vorstellung, dass Bitcoin Banken ersetzen werde. Seiner Meinung nach wird Bitcoin das bestehende System verbessern, während der US-Dollar bestehen bleibt. Le fügte hinzu, dass Bitcoin und künstliche Intelligenz (KI) die beiden wichtigsten Technologien dieses Jahrhunderts seien.
Was Jamie Dimon über Bitcoin gesagt hat
Dimons öffentliche Äußerungen sprechen jedoch eine andere Sprache. Im Jahr 2024 bezeichnete er Bitcoin als "Haustierstein", der nichts bewirke.
Im Januar 2025 verglich er den Kauf von Bitcoin mit dem Rauchen und sagte, dass Menschen zwar das Recht dazu hätten, es aber nicht tun sollten.
“We are going to have some kind of digital currency at some point. I’m not against crypto. You know, Bitcoin itself has no intrinsic value. It’s used heavily by sex traffickers, money launderers, ransomware…I just don’t feel great about Bitcoin. I applaud your ability to wanna buy or sell it. Just like I think you have the right to smoke, but I don’t think you should smoke,” Dimon said in the interview.
Trotz seiner kritischen Haltung hat JPMorgan Schritte in Richtung Kryptowährungen unternommen. Im Oktober 2025 erlaubte die Bank institutionellen Kunden, Bitcoin als Sicherheit für Kredite zu nutzen, wobei Drittunternehmen die Coins halten.
JPMorgan hat auch in Bitcoin-ETFs investiert, was das Interesse der Bank an digitalen Vermögenswerten unterstreicht. Diese Investitionen deuten darauf hin, dass die Bank das Potenzial digitaler Vermögenswerte erkennt.
Donald Trump deutete im Juli des Vorjahres an, dass Jamie Dimon seine frühere harte Haltung gegenüber Bitcoin etwas gelockert habe. Trump unterstützte Dimon auch kurzzeitig als möglichen Finanzminister.
“Jamie Dimon was, you know, very negative and now all of a sudden he’s changed his tune a little bit,” Trump said.
Dennoch zeigen Dimons jüngste Kommentare, dass er weiterhin kritisch gegenüber Bitcoin bleibt, trotz Trumps Andeutung eines Meinungswandels.
Dimon kämpft weiterhin gegen Krypto-Unternehmen, die wie Banken agieren. Im Mai 2026 äußerte er, dass US-Banken gegen den CLARITY Act kämpfen würden, ein Gesetz, das Regeln für US-Kryptomärkte festlegt. Sein Einwand bezieht sich auf Belohnungen, die an Inhaber von Stablecoins, digitalen Token, die an den Dollar gekoppelt sind, gezahlt werden.
Brunell schloss das Gespräch mit einem Zitat von MicroStrategy-Mitbegründer Michael Saylor, der sagte, dass jeder gegen Bitcoin ist, bevor er dafür ist.

