Mexiko verstärkt humanitäre Hilfe für Kuba trotz Zollandrohungen der USA
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hat neue humanitäre Hilfsmaßnahmen für Kuba angekündigt, um die sozialistische Inselnation in ihrer aktuellen Krise zu unterstützen. Geplant sind Lieferungen von Lebensmitteln und grundlegenden Versorgungsgütern, um Kubas Bevölkerung in dieser schwierigen Zeit zu helfen. Dies erklärte Sheinbaum während eines Auftritts in Guaymas, Sonora.
Die Aktion erfolgt vor dem Hintergrund von US-Zollandrohungen gegen die Länder, die weiterhin Öl nach Kuba liefern. Mexiko, ein bedeutender Ölexporteur in die Karibik, betont, dass mit der Lieferung von Öl auch humanitäre Absichten verfolgt werden. Präsidentin Sheinbaum versichert, dass diplomatische Maßnahmen ergriffen werden, um die Situation zu entschärfen, betonte jedoch, dass es bisher keinen Dialog mit US-Präsident Donald Trump zu dieser Angelegenheit gegeben habe.
Obwohl es Berichte über eine Reduzierung der mexikanischen Öllieferungen nach Kuba auf Druck der USA gibt, fehlt es an offizieller Bestätigung. Mexiko betont aber, dass es sich verpflichtet fühlt, weiterhin andere notwendige Güter zu versenden, um die drohende humanitäre Krise auf der Insel zu lindern.
Unterdessen hat sich auch Papst Leo XIV. zu Wort gemeldet und seine Besorgnis über die verschärften Spannungen zwischen Kuba und den USA geäußert. Er appelliert an alle Beteiligten, einen „aufrichtigen und wirksamen Dialog“ zu führen, um Gewalt zu vermeiden und das Leid der kubanischen Bevölkerung nicht weiter zu vergrößern.
Die wirtschaftlichen Herausforderungen, mit denen Kuba derzeit konfrontiert ist – darunter anhaltende Stromausfälle und Treibstoffmangel – zeigen die Dringlichkeit der internationalen Unterstützung. Die Insel befindet sich in einer der schwersten Wirtschaftskrisen seit der Revolution von 1959.

