Merz unterstützt Trumps Vorstoß für Waffenruhe – Druck auf Russland wächst
Bundeskanzler Friedrich Merz hat den Vorstoß des US-Präsidenten Donald Trump für eine befristete Waffenruhe im Ukraine-Konflikt nicht nur unterstützt, sondern auch Russland gewarnt, dass bei Ablehnung weitere Sanktionen drohen könnten. In Brüssel äußerte der CDU-Politiker nach einem Treffen mit dem EU-Ratspräsidenten António Costa, dass insbesondere Russland jetzt bereit sein müsse, einen längeren Waffenstillstand zu akzeptieren, der Raum für ernsthafte Friedensverhandlungen schaffen könnte.
Merz, der sich zwei Tage nach seinem Amtsantritt erstmals mit Trump telefonisch austauschte, betonte, dass führende EU-Staaten wie Deutschland, Frankreich, Polen und Großbritannien den US-Vorschlag mittragen wollen. Eine gemeinsame Erklärung der Europäer, die den Entwurf eines Communiqués umfasst, sei bereits in Arbeit und eng an Trumps Vorschlag für eine 30-tägige Feuerpause angelehnt.
Der Kanzler zeigte sich zuversichtlich, dass die Gespräche mit Trump den nötigen Druck auf Russland ausüben könnten, um den Weg für ernsthafte Verhandlungen zu ebnen. "Es liegt jetzt wirklich an Russland, diese Chance zu nutzen, um von einem Waffenstillstand zu konkreten Friedensgesprächen zu kommen", erklärte Merz. Er hofft, dass nach dem Wochenende Fortschritte in Form ernsthafter Verhandlungen erzielt werden können.

