Kommunalwahlen in NRW: CDU und SPD mit gemischten Gefühlen, AfD und Grüne in der Defensive
Die jüngsten Stichwahlen um kommunale Spitzenämter in Nordrhein-Westfalen haben CDU und SPD zu teils erfreulichen Ergebnissen verholfen, auch wenn der politische Weg steinig bleibt. Laut Oliver Lembcke, Politologe der Ruhr-Universität Bochum, konnte sich die CDU weiterhin als dominierende kommunalpolitische Kraft behaupten. Die SPD musste zwar bittere Niederlagen, insbesondere in Dortmund, hinnehmen, konnte jedoch auch Erfolge feiern und die AfD weitgehend in Schach halten.
Besonders schmerzlich war für die SPD der Verlust des Oberbürgermeisteramtes in Dortmund, das nach knapp 80 Jahren an die CDU ging. Jedoch errang sie mit der Millionenstadt Köln eine bedeutende Rückkehr ins Stadtoberhauptamt. Die AfD hingegen konnte bei den entscheidenden Stichwahlen keinen ihrer Kandidaten in Duisburg, Gelsenkirchen und Hagen platzieren, was sie deutlich als einer der Verlierer der Wahl kennzeichnet.
Obwohl die AfD im ersten Wahlgang noch 14,5 Prozent erreichen konnte, entpuppte sich die Partei in der entscheidenden Runde als klarer Verlierer. Ähnlich ergeht es den Grünen, deren einst so schlagkräftige Umwelt- und Klimathemen zunehmend an Politisierung verloren haben. Ein pragmatisches und ideologiefreies Vorgehen scheint den Parteien laut Lembcke in den Kommunen mehr Erfolg zu versprechen.

