Klimaziel 2040: Deutschland und weitere EU-Länder fordern ehrgeizige Empfehlung der Europäischen Kommission
Elf EU-Länder, darunter Deutschland, haben in einem gemeinsamen Brief die Europäische Kommission aufgefordert, ein ambitioniertes Klimaziel für das Jahr 2040 zu empfehlen. Der Brief betont, dass das Ziel im Einklang mit dem langfristigen Ziel einer Erwärmung von maximal 1,5 Grad Celsius liegen und die grundlegenden Prinzipien des europäischen Klimagesetzes berücksichtigen sollte. Zudem wird gefordert, dass die besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie die Empfehlungen des Europäischen Wissenschaftlichen Beirats zum Klimawandel beachtet werden. Die EU-Kommission plant, Anfang Februar ihr Klimaziel für 2040 bekannt zu geben. Der Europäische Wissenschaftliche Beirat sprach sich zuletzt dafür aus, die EU-Emissionen bis 2040 um 90 bis 95 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. Diese Reduktion sei entscheidend, um die Risiken des Klimawandels abzuschwächen. Bislang verfolgt die EU das Ziel, die CO2-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent gegenüber 1990 zu senken und bis 2050 klimaneutral zu werden. Dies soll vor allem durch das Gesetzespaket "Fit for 55" erreicht werden, das Maßnahmen in den Bereichen Energie, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft umfasst. Nachdem die meisten geplanten Klimagesetze bereits auf den Weg gebracht wurden, liegt der Fokus nun auf deren Umsetzung. Der Brief der Länder betonte zudem, dass das Klimaziel sicherstellen sollte, dass die EU bis spätestens 2050 Klimaneutralität erreicht und anschließend negative Emissionen anstrebt. Es müsse sichergestellt werden, dass das Legislativpaket "Fit for 55" ordnungsgemäß umgesetzt wird. Dies sei sowohl für die internationale Glaubwürdigkeit der EU als auch für die Akzeptanz von weiteren Klimaschutzmaßnahmen von großer Bedeutung. In einem kürzlich veröffentlichten Bericht forderte der Europäische Wissenschaftliche Beirat zusätzliche Maßnahmen, um die EU-Klimaziele zu erreichen. Insbesondere die nationalen Regierungen sind laut dem Beirat gefordert, ihre nationalen Energie- und Klimapläne zu verbessern und umzusetzen. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) unterzeichnete den Brief im Namen Deutschlands. Auch Regierungsvertreter aus Österreich, Bulgarien, Dänemark, Spanien, Finnland, Frankreich, Irland, Luxemburg, Portugal und den Niederlanden setzten ihre Unterschrift unter das Dokument. (eulerpool-AFX)

