Kalifornien setzt Zeichen: Fortführung der Zusammenarbeit mit der WHO trotz US-Austritt
Kalifornien unternimmt einen bemerkenswerten Schritt und signalisiert seine eigenständige Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), nachdem die USA formal ausgetreten sind. Der demokratische Gouverneur Gavin Newsom, bekannt für seine Gegnerschaft zu Präsident Donald Trump, verkündete die Teilnahme Kaliforniens an einem internationalen Netzwerk zur schnellen Erkennung und Bekämpfung von Gesundheitsgefahren. Das von der WHO koordinierte Netzwerk GOARN (Global Outbreak Alert and Response Network) bringt weltweit diverse Fachinstitute und Organisationen zusammen. Mit dieser Entscheidung setzt Newsom ein starkes Zeichen der Opposition. Dennoch bleibt unklar, wie genau diese Teilnahme aus staatlicher Perspektive aussehen wird, zumal in GOARN vorrangig Institutionen und weniger Regierungen vertreten sind. Das Netzwerk steht gemeinnützigen Einrichtungen offen, die die GOARN-Vision unterstützen und zur Gesundheitsnotfallbewältigung global beitragen können. In diesem Netzwerk spielen auch amerikanische Institute, darunter die nationale Gesundheitsbehörde CDC, eine wichtige Rolle. Aus Deutschland nimmt das Robert Koch-Institut prominent teil, das für die Bekämpfung von Krankheiten zuständig ist und Fachpersonal aus anderen Ländern schult. Der US-Austritt aus der WHO, der 2025 als weltweit erster bekannt gegeben wurde, ist inzwischen vollzogen. Mit dem Austritt stehen nun 193 Mitgliedsländer der Organisation gegenüber. Gegipfelt wird dieser Austritt durch die Vorwürfe Trumps gegenüber der WHO, die ineffizientes Handeln und Beeinflussbarkeit durch politische Mächte, insbesondere China, betreffen.

