Japan: Konsumklima von Teuerung geprägt – Inflation auf höchstem Stand seit zwei Jahren
Japan sieht sich im Mai mit einer erneuten Verstärkung der Inflationsrate konfrontiert, welche nun den höchsten Stand seit über zwei Jahren erreicht hat. Nach Angaben der Regierung stiegen die Verbraucherpreise, ohne die schwankungsanfälligen frischen Lebensmittel, um 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dies markiert den dritten Monat in Folge, in dem sich die Teuerungsrate intensivierte. Die Jahresrate kletterte somit auf ein Niveau, das seit Anfang 2023 nicht mehr übertroffen wurde.
Der Haupttreiber für diese Entwicklung ist der überdurchschnittlich starke Preisanstieg bei Lebensmitteln, obgleich die Preise für frische Nahrungsmittel im Gegensatz zu den allgemeinen Trends leicht zurückgingen. Inklusive der schwankungsanfälligen frischen Lebensmittel erreichte die allgemeine Inflationsrate im Mai 3,5 Prozent.
Die japanische Notenbank, die Bank of Japan (BoJ), entschied sich zuletzt dafür, ihren Leitzins stabil bei 0,50 Prozent zu belassen. Nach der Beendigung ihrer Negativzinspolitik im letzten Jahr und einer Anhebung des Leitzinses im Januar um 0,25 Prozentpunkte, war bislang keine weitere Anpassung vorgenommen worden.

