Israel verteidigt Offensive im Gazastreifen: Ein Dilemma zwischen Sicherheit und humanitärer Hilfe
Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hat die laufende Großoffensive gegen die Hamas-Infrastruktur im Gazastreifen vehement verteidigt, trotz der international laut gewordenen Kritik aufgrund der hohen zivilen Opferzahlen. Im Deutschlandfunk betonte Prosor die Notwendigkeit, die Strukturen der Hamas zu zerstören, da nur so ein Wiederaufbau möglich sei, der ein Leben ohne die Dominanz der Islamistenorganisation erlaubt.
Das zentrale Anliegen sei die Befreiung von Geiseln bei gleichzeitiger Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung, ohne die Hamas indirekt zu unterstützen. "Ja zur Hilfe für die Bevölkerung, nein zur Hilfe für den Terror", so Prosor entschieden.
Die israelische Luftwaffe setzte ihre massiven Angriffe auf Ziele in Gaza seit Tagen fort, nun unterstützt von Bodentruppen. Die Folgen sind verheerend: Laut der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa sind seit der vergangenen Nacht mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen. Unterdessen vermeldete eine israelische Behörde, dass am Montag – erstmals seit beinahe drei Monaten – wieder Hilfsgüter in das weitgehend abgeschnittene Küstengebiet gelangten, allerdings nur in äußerst begrenztem Umfang.

