Israel öffnet wieder für humanitäre Lieferungen in den Gazastreifen
Israel hat entschieden, nach einer kurzen Unterbrechung humanitäre Hilfsgüter wieder in den Gazastreifen zu lassen. Die Anordnung der politischen Führung sieht vor, dass die Versorgung über den Kerem Schalom-Übergang sowie weitere nicht näher spezifizierte Übergänge fortgesetzt wird. Wie viele dieser Übergänge tatsächlich für den Transport geöffnet sind, bleibt unklar. Am Wochenende hatten Sicherheitskreise noch mitgeteilt, dass die Lieferungen aufgrund von Verstößen der Hamas gegen die vereinbarte Waffenruhe eingestellt würden. Insbesondere der Angriff mit einer Panzerfaust auf israelische Soldaten, der zwei Todesopfer forderte, hatte zu einer Eskalation geführt. Israel antwortete mit massiven Luftangriffen, bei denen nach Krankenhausangaben 44 Palästinenser ums Leben kamen.
Die Hamas bestreitet jedoch jegliche Verantwortung für den Angriff. Der Grenzübergang Rafah nach Ägypten bleibt derweil weiterhin geschlossen, wie aus israelischen Sicherheitskreisen zu hören ist. Nach dem Beginn der Waffenruhe wurde eine Ausweitung der Hilfslieferungen als Teil der Vereinbarung angestrebt, mit einem Ziel von 600 Lkw-Einheiten pro Tag.

