Iran kritisiert neue Sanktionen: Diplomatische Spannungen nehmen zu
Der Iran hat seine scharfe Kritik an der jüngsten Verschärfung des Atomstreits geäußert. Hintergrund ist die Entscheidung Deutschlands, Großbritanniens und Frankreichs, die sogenannten E3, UN-Sanktionen gegen die Islamische Republik erneut in Kraft zu setzen. Irans Außenminister, Abbas Araghtschi, bezeichnete diesen Schritt als unbegründet und rechtswidrig und forderte die europäischen Staaten zu einer umgehenden Korrektur ihrer Haltung auf.
In einem Telefonat mit seinen europäischen Amtskollegen und der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas machte Teherans Chefdiplomat deutlich, dass die E3 einen verantwortungsbewussten und realistischen Ansatz in den kommenden Tagen verfolgen sollten. Ansonsten, so warnte Araghtschi, werde der Iran auf diese aus seiner Sicht ungerechtfertigte Handlung entsprechend reagieren. Im Falle eines Fortbestehens der aktuellen Situation zieht Teheran in Betracht, die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA) einzustellen oder sogar aus dem Atomwaffensperrvertrag auszutreten. Der von den E3 beim UN-Sicherheitsrat initiierte Sanktionsmechanismus zielt darauf ab, den wachsenden Befürchtungen der internationalen Gemeinschaft hinsichtlich eines möglichen Baus einer Atombombe im Iran entgegenzuwirken, was von Teheran immer wieder vehement zurückgewiesen wird.

