Intensiver Schlagabtausch an der russisch-ukrainischen Grenze: Opferzahl steigt
In den turbulenten Regionen an der russischen Grenze zur Ukraine sind, laut Aussagen russischer Behörden, bei ukrainischen Drohnenangriffen drei Menschen ums Leben gekommen. Wie Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram mitteilte, ereigneten sich die Angriffe an vier verschiedenen Orten in der Nähe der Grenze. Betroffen waren die Fahrer eines Busses, eines Kleintransporters sowie ein weiterer Mann, die den Attacken zum Opfer fielen. Darüber hinaus wurden zwei weitere Personen verletzt.
Seit über dreieinhalb Jahren steht die Ukraine im Abwehrkampf gegen die russische Invasion und nimmt dabei auch Ziele in Russland ins Visier. Die schrecklichen Folgen dieser Auseinandersetzungen auf ukrainischem Boden stehen jedoch in einem krassen Missverhältnis zu den vergleichsweise geringeren Verlusten und Schäden in Russland.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich am Samstag auf der Plattform X zu den jüngsten Entwicklungen: Seit Monatsbeginn habe Moskau bereits rund 2.200 Angriffe lanciert. Darin enthalten seien über 1.300 Angriffsdrohnen, knapp 900 Gleitbomben sowie bis zu 50 Raketen und Marschflugkörper, die zivile Infrastrukturen nicht verschonten. Selenskyj prangerte an, dass Russland den Konflikt absichtlich verlängere und versuche, diplomatische Bemühungen ins Lächerliche zu ziehen. Er forderte eine Verstärkung des Sanktionsdrucks und eine Erhöhung der Waffenlieferungen an die Ukraine, um ähnliche Invasionen in der Zukunft zu verhindern.

