Historischer Gefangenenaustausch zwischen Russland und Ukraine abgeschlossen
Russland und die Ukraine haben ihren bisher bedeutendsten Gefangenenaustausch seit Beginn des Konflikts erfolgreich vollendet. Beide Seiten gaben die Freilassung von jeweils 303 Menschen bekannt. Damit sind seit Freitag insgesamt 1.000 Gefangene auf jeder Seite wieder in Freiheit. Diese Aktion markiert den Höhepunkt einer mehrtägigen Operation, deren Abschlussphase am Sonntag stattfand, wie das russische Verteidigungsministerium und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mitteilten.
Die Vereinbarung über den Austausch wurde in Istanbul getroffen und umfasste mehrere Etappen, um die enormen Zahlen zu bewältigen. Bereits am Vortag waren 307 Gefangene freigelassen worden, nachdem der Prozess am Freitag mit der Übergabe von 390 Personen begonnen hatte. In der Geschichte der Auseinandersetzungen zwischen den beiden Ländern ist dies ein beispielloser Schritt, der dennoch als Fortsetzung vorangegangener Austausche verstanden werden kann.
Präsident Selenskyj hob hervor, dass die Rückholung aller in Russland festgehaltenen Personen eine Hauptaufgabe sei. Diese Herausforderung liegt gleichermaßen bei Geheimdiensten, Diplomaten und der gesamten staatlichen Infrastruktur der Ukraine. Als er über den am Samstag erfolgten Austausch sprach, betonte er, dass viele der Heimkehrer im Gebiet Donezk in Gefangenschaft gerieten, ein großer Teil schon im Jahr 2022.
Auf russischer Seite befinden sich die freigelassenen Soldaten derzeit in Belarus, wo sie psychologische und medizinische Betreuung erhalten. Die Initiative zu diesem Austausch war bei Gesprächen im Mai in Istanbul vereinbart worden und stellt das einzige konkrete Resultat dieser Verhandlungen dar. US-Präsident Donald Trump spielte eine Schlüsselrolle bei der Initiierung dieser Dialoge.

