Historische Einigung ebnet Weg für A20-Ausbau bei Bad Segeberg
Nach mehr als einem Jahrzehnt des Stillstands erreicht der Ausbau der Autobahn 20 in der Nähe von Bad Segeberg in Schleswig-Holstein einen entscheidenden Wendepunkt. Das Land Schleswig-Holstein und der Umweltverband BUND haben erfolgreich einen Kompromiss zum Schutz der renommierten Kalkberghöhen getroffen, die als bedeutendstes Überwinterungsquartier für Fledermäuse in Deutschland gelten. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) feierte diesen Fortschritt als "historischen Tag", der den Weg für die zukünftige Entwicklung freigeben könnte.
Ein zentraler Bestandteil der Vereinbarung ist die geplante Gründung einer Landesstiftung für Fledermausschutz, die mit 14 Millionen Euro dotiert werden soll. Diese Stiftung hat zum Ziel, effektive Schutzmaßnahmen für diese bedrohten Tiere sicherzustellen.
Im Gegenzug verpflichtet sich der BUND, seine bisherige Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gegen den zehn Kilometer langen Bauabschnitt von Weede bis Wittenborn aufzugeben. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) äußerte seine Zufriedenheit über die erzielte Einigung und lobte das Projekt als eines der bedeutendsten Autobahnprojekte Deutschlands. Er versprach, dass der Bund nach Erteilung der Baugenehmigung unverzüglich die erforderlichen finanziellen Mittel bereitstellen werde, um den Bau ohne weitere Verzögerungen voranzutreiben.

