Heftiger Luftangriff erschüttert die Ukraine: Die Energieversorgung im Fokus
Russland hat einen der schwerwiegendsten Luftangriffe seit Beginn des Krieges inszeniert und dabei die Ukraine mit einer Vielzahl von Kampfdrohnen, Marschflugkörpern und Raketen attackiert. Die massiven Angriffe zielten insbesondere auf das Stromnetz des Landes ab und führten zu Notabschaltungen in mehreren Regionen, was die Bevölkerung in vielen Teilen der Ukraine beeinträchtigte.
Besonders hart getroffen wurde die südukrainische Stadt Saporischschja. Hier starben nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens zwei Menschen, und 23 weitere wurden verletzt. "Mindestens 20 Drohnen und acht Raketen wurden auf Saporischschja abgefeuert, was zur Zerstörung mehrerer Stockwerke eines Wohnhauses führte", erklärte der Gouverneur Iwan Fedorow. Auch in der ostukrainischen Stadt Slowjansk verursachten russische Raketenartillerie-Angriffe den Tod von drei Personen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich besorgt über die andauernden Angriffe auf Zivilisten und forderte verstärkte Sanktionen und internationalen Druck auf Russland.
Der Angriff umfasste laut der ukrainischen Luftwaffe 705 feindliche Flugobjekte, von denen 623 abgewehrt werden konnten. Dennoch kam es an 20 verschiedenen Orten zu Einschlägen, womit es sich um einen der schwersten Angriffe des Konflikts handeln könnte.
Das russische Verteidigungsministerium beschrieb die Attacke als Vergeltungsmaßnahme auf vorausgegangene ukrainische Drohnenangriffe. Die Ziele umfassten neben der Energieinfrastruktur auch militärische Einrichtungen und Rüstungsunternehmen.
Präsident Selenskyj hob hervor, dass alle Landesteile der Ukraine, von Tschernihiw und Sumy im Norden bis Lwiw und Iwano-Frankiwsk im Westen, betroffen waren. Der Energieversorger Ukrenergo informierte die Bevölkerung über geplante Stromabschaltungen zur Stabilisierung des Netzes und mahnte zu einem sparsamen Umgang mit Energie. Diese Abschaltungen beeinträchtigen auch die Heizung und Wasserversorgung und werfen ein Schlaglicht auf die unverminderte Härte der Angriffe gerade im Herbst. Russland setzt seinen zerstörerischen Krieg gegen die Ukraine unvermindert fort, während sich das Land gegen die dunkle und kalte Jahreszeit rüstet.

