Handelskonflikt-Entspannung bringt Lichtblick für Chinas Industriebetriebe
Ein Hauch von Optimismus hat sich im Juni über die großen, staatlichen Industriebetriebe Chinas gelegt. Die jüngste Entwicklung in den Handelsgesprächen zwischen China und den USA hat dem Markt etwas Auftrieb verliehen.
Laut dem am Montag in Peking veröffentlichten Bericht des Statistikamts stieg der Einkaufsmanagerindex für die staatlich dominierten Betriebe um 0,2 Punkte und erreichte 49,7 Zähler. Diese Entwicklung markiert den zweiten aufeinanderfolgenden Anstieg. Interessanterweise übertraf dieser Zuwachs die Prognosen der Ökonomen. Dennoch verbleibt der Indexwert unter der kritischen Schwelle von 50 Punkten, was weiterhin auf eine Verlangsamung der wirtschaftlichen Aktivität in den großen Industriebetrieben hindeutet.
Ein Indexwert unterhalb dieser Marke signalisiert typischerweise rückläufige Geschäftstätigkeiten. Der Dienstag hält eine weitere bedeutende Veröffentlichung bereit: Das Wirtschaftsmagazin "Caixin" wird seinen eigenen Einkaufsmanagerindex präsentieren, wobei dessen Fokus auf den kleineren, mittleren und hauptsächlich privat geführten Industrieunternehmen ruht.
Erfreulicherweise zeigt der staatliche Einkaufsmanagerindex im Dienstleistungssektor einen leichten Aufwärtstrend. Im Juni erreichte dieser Index überraschend 50,5 Punkte, was auf eine positive Entwicklung in diesem Wirtschaftszweig hinweist.

