Grippeschutzimpfung - warum und für wen ist sie besonders wichtig?

Aufgrund der Corona-Pandemie ist das Interesse an der Grippeschutzimpfung in diesem Jahr besonders groß und insbesondere Risikogruppen wird empfohlen, sich impfen zu lassen. Doch wer gehört dazu und für wen ist sie wichtig? Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Impfung und wie gut schützt sie? In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige.

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Mit welchen Symptomen kann die Grippe einhergehen und wie gut schützt der Grippe-Impfstoff?

Die Hauptsaison der hoch ansteckenden Grippe, die auch als Influenza bezeichnet wird, steht bevor. Entsprechende Viren sind schon im Herbst im Umlauf. Bei der Grippe sind die Symptome gravierend. Dazu gehören neben erkältungstypischen Beschwerden wie Husten, Schnupfen und Halsschmerzen auch:

  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • hohes Fieber
  • Schüttelfrost
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Appetitlosigkeit
  • Muskelschmerzen

Die Symptome setzen in der Regel plötzlich und heftig ein. Die meisten Betroffenen fühlen sich ungefähr eine Woche lang richtig krank. Falls Sie sich dazu entschließen, sich impfen zu lassen, oder Fragen haben, Dr. Frühwein und das Team sind die optimale Anlaufstelle für medizinische Beschwerden aller Art, aber auch für Beratung in jeglicher Hinsicht. Hier können Sie sich auch außerhalb der Praxisräume auf COVID-19 testen lassen. Für bestimmte Personengruppen kann die Grippe schwere Folgen haben. Daher wird die jährliche Grippeschutzimpfung empfohlen, bei der geschwächte oder inaktivierte Viren gespritzt werden. Sie kann das Risiko, an einer Grippe zu erkranken, um mehr als 50 % verringern. Dies funktioniert folgendermaßen: Das Immunsystem fängt nach dem Impfen an, Antikörper gegen das Grippevirus zu bilden, sodass er die gleichen im Anschluss erkennen und bekämpfen kann.

Die möglichen Komplikationen und Behandlungsmöglichkeiten einer Grippe

Eine Grippe löst zum Teil auch ernsthafte Komplikationen aus, beispielsweise:

  • akute Bronchitis
  • Lungenentzündung
  • Herzmuskelentzündung

Diese Erkrankungen können lebensbedrohlich verlaufen. Schlimmstenfalls endet eine Grippe aufgrund der Folgekrankheiten durch die Schwächung des Immunsystems tödlich. Wichtig sind Ruhe, genügend Schlaf, körperliche Schonung, viel zu trinken und regelmäßig zu lüften. Bei hohem Fieber und Schmerzen helfen fiebersenkende und schmerzstillende Mittel sowie bei starkem trockenem Husten Hustenstiller. Da die Grippe von Viren verursacht wird, nutzen Antibiotika nichts, es sei denn, es kommt in der Folge eine bakterielle Infektion hinzu.

Für wen ist die Grippeimpfung wichtig und wann ist der richtige Zeitpunkt?

Es gibt Gruppen, die im Gegensatz zu gesunden Erwachsenen ein erhöhtes Risiko haben, an Grippe zu erkranken und unter Komplikationen zu leiden. Dazu gehören:

  • Babys und Kleinkinder
  • Personen mit chronischen Krankheiten wie Diabetes, Asthma oder Herzbeschwerden
  • Menschen mit Immundefekten
  • Schwangere
  • Ältere Menschen ab 60
  • Mitarbeiter des Gesundheitswesens

Der Grund ist, dass ihr Immunsystem schwächer und es ihm somit schwerer gelingt, Krankheitserreger abzuwehren. Wichtig ist jedoch zu sagen: Es kann auch junge und gesunde Personen schwer treffen. Im Oktober beginnt die Grippesaison und sie endet im April. Eine Impfung wird üblicherweise von Oktober bis Mitte Dezember durchgeführt. Nach rund 10 bis 14 Tagen hat der Körper ausreichend Schutz vor der Ansteckung aufgebaut. Doch auch eine spätere Impfung kann sinnvoll sein. Die Grippeviren verändern sich ständig und es entstehen auch völlig neue Virusformen, sodass die Impfung nicht dauerhaft schützt. Daher ist es ratsam, sich jedes Jahr impfen zu lassen.

Warum ist die Grippe-Impfung während Corona so wichtig?

Die Grippeimpfung schützt nicht gegen das Coronavirus. Daher ist zur Bekämpfung ein eigener Impfstoff nötig. Doch eine Grippe-Impfung wird gerade in Corona-Zeiten empfohlen, da die Symptome der saisonalen Grippe stark mit denen von Covid-19 vergleichbar sind: Husten, Fieber und Muskelschmerzen können bei beiden Erkrankungen auftreten. Wer zur Risikogruppe bei Covid-19 gehört, zählt praktisch auch zu der der Grippe. Eine gleichzeitige Infektion kann zu schwerwiegenden Krankheitsverläufen führen. Mit der Grippe-Impfung kann zudem während der Corona-Pandemie vermieden werden, dass neben den Corona-Verdachtsfällen und Erkrankten noch zahlreiche Menschen mit einer Grippe beim Arzt sitzen oder im Krankenhaus liegen. Dies wirkt einer Überlastung des Gesundheitssystems entgegen.

Zusammenfassung

Jedes Jahr fordert die weltweite Grippewelle zahlreiche Todesopfer. Daher ist es empfehlenswert, sich gegen die Influenzaviren impfen zu lassen. Dies gilt besonders für Risikogruppen, bei denen schwere Verläufe und Komplikationen wie eine bakterielle Lungen- oder Herzmuskelentzündung drohen. Die Grippe-Impfung ist die wirksamste Möglichkeit, sich vor der Grippe zu schützen. Sie wird im Herbst durchgeführt.

Gesundheit / Grippe / Impfung
09.12.2020 · 15:24 Uhr
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