Gefahr im Nahen Osten: US-Außenminister Blinken sieht keine Eskalation des Gaza-Kriegs
Der Gaza-Krieg hat bereits seit mehreren Wochen die ganze Welt in Atem gehalten. Doch trotz der sich verschärfenden Lage an der israelischen Grenze zum Libanon und im Roten Meer gibt es laut US-Außenminister Antony Blinken keine Anzeichen für eine Eskalation des Konflikts. Dies verkündete er am Donnerstag in Kairo nach einem Treffen mit Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi.
Blinken betonte, dass die USA versuchen, angemessen auf die vielen Gefahren in der Region zu reagieren. Er glaubt, dass weder Israel noch der Libanon oder die Hisbollah eine Eskalation im Libanon-Konflikt wollen. Auch im Roten Meer greifen die Huthi-Rebellen täglich Schiffe an. Die USA sind jedoch bereit, diese Angriffe zu stoppen. Ob dies auch mögliche US-Angriffe im Jemen gegen die Huthi-Rebellen bedeutet, ließ Blinken offen. Zudem sei man sehr bemüht, eine Explosion der Lage im Westjordanland zu verhindern.
Für den Nahen Osten gebe es laut Blinken grundsätzlich zwei Möglichkeiten: eine 'integrierte Region', in die auch Israel mit Sicherheitszusagen der USA eingebunden ist und ein eigener Palästinenserstaat oder aber mehr 'Terrorismus' und 'Zerstörung' durch die Hamas, Huthi-Rebellen und Hisbollah, die allesamt vom Iran unterstützt werden. Der beste Weg zu mehr Sicherheit sei, den Iran und seine Verbündeten zu isolieren und an den Rand zu drängen.
Antony Blinken bereiste seit einer Woche die Region, um sich ein Bild von der Lage im Gaza-Krieg zu machen. Besuche in mehreren Golf-Ländern, Jordanien und Israel standen auf seinem Reiseplan. In Ägypten verständigte er sich mit Präsident al-Sisi auf weiterhin intensive Beratungen der beiden Länder, um eine Entspannung im Gaza-Krieg herbeizuführen. (eulerpool-AFX)

