Fortsetzung für die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft - Durchbruch für ländliche Regionen
In einem entscheidenden Schritt hat die Bundesregierung beschlossen, die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG) weiterhin ihre Arbeit fortführen zu lassen. Diese Entscheidung unterstreicht die Bedeutung einer flächendeckenden Mobilfunkversorgung für die Anziehungskraft ländlicher Gebiete, wie es auch im Koalitionsvertrag von Union und SPD festgehalten ist. Ursprünglich war geplant, die Mobilfunkförderung des Bundes bis Ende 2024 auslaufen zu lassen und die in Naumburg, Sachsen-Anhalt, ansässige Gesellschaft noch in diesem Jahr zu schließen.
Die 2019 gegründete MIG hatte das Ziel, über 4.000 sogenannte "weiße Flecken" ohne Mobilfunkversorgung zu beseitigen, wobei die Bundesregierung ein Budget von 1,1 Milliarden Euro bereitgestellt hatte. Allerdings ging der eigenwirtschaftliche Ausbau schneller voran als erwartet, wodurch weniger Fördermittel benötigt wurden. Dennoch blieb der Fortschritt schleppend, da bisher nur 267 Förderungen für den Bau von Mobilfunkmasten genehmigt wurden und lediglich vier Masten tatsächlich errichtet werden konnten.
Die Entscheidung zur Fortführung der MIG trifft in Sachsen-Anhalt auf Erleichterung. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) lobte den Fortbestand der Gesellschaft als Erfolg, ebenso wie Götz Ulrich, Landrat des Burgenlandkreises (CDU). Ulrich äußerte sein Unverständnis darüber, warum eine staatliche Institution als Teil des Strukturwandels erst aufgebaut und in der Region angesiedelt und dann wieder aufgelöst werden soll.

