Fortsetzung der Friedensgespräche in Abu Dhabi: Hoffnungsschimmer oder Illusion?
In Abu Dhabi hat die zweite Gesprächsrunde zwischen Vertretern aus der Ukraine, Russland und den USA über Lösungsansätze im Ukraine-Konflikt begonnen. Rustem Umjerow, der Sekretär des nationalen Sicherheitsrates der Ukraine, informierte über den Start der Gespräche in den sozialen Netzwerken und erwähnte in diesem Zusammenhang auch einen geplanten Gefangenenaustausch.
Zu Beginn der Verhandlungen trafen sich die Parteien zu einem trilateralen Gespräch, gefolgt von vertiefenden Diskussionen in Arbeitsgruppen zu spezifischen Konfliktfragen. Russische Nachrichtenagenturen bestätigten den Beginn der Gespräche.
Bereits Mitte Januar hatte eine erste Runde dieser Art in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate stattgefunden und markierte den ersten direkten, offiziellen Dialog zwischen den Kriegsparteien seit Monaten. Die aktuellen Verhandlungen werden von anhaltenden russischen Luftangriffen überschattet, die die ohnehin fragile ukrainische Energieinfrastruktur während einer besonders kalten Periode weiter in Mitleidenschaft ziehen.
Die russische Nachrichtenagentur Tass berichtete von einem angeblichen Konsens in Abu Dhabi, der den Verzicht der Ukraine auf einen Nato-Beitritt beinhaltete, basierend auf Quellen aus dem Umfeld der Moskauer Delegation. Gleichzeitig bliebe ein EU-Beitritt der Ukraine 2027 im Rahmen eines von den USA vorgeschlagenen Friedensplans eine Möglichkeit. Seitens der ukrainischen Delegation erfolgte dazu bislang keine Stellungnahme.

