FDP fordert vollständige Rücknahme des Verbrenner-Verbots: Dürr kritisiert von der Leyen
In einer scharfen Kritik an der Europäischen Kommission hat FDP-Chef Christian Dürr die vollständige Rücknahme des Verbrenner-Verbots gefordert. Laut Dürr sei der jüngste Vorstoß von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, das Aus für den Verbrennungsmotor aufzuweichen, ein 'dreister Täuschungsversuch'.
Für Dürr sind die von der Kommission geplanten Anpassungen zu marginal, um der Automobilindustrie eine zukunftssichere Perspektive zu bieten. Trotz der angekündigten Überarbeitung der Flottengrenzwerte durch die EU-Kommission bleiben die bestehenden Vorschriften laut Dürr wirtschaftlich destruktiv und ökologisch ineffizient.
Die Beibehaltung der aktuellen Regeln könne das Fundament der industriellen Stärke der EU gefährden, ohne den erhofften Nutzen für das Klima zu erzielen. Die vollständig gestrichenen Regulierungen sind seiner Meinung nach das einzige Mittel, um die Innovationskraft der europäischen Automobilbranche zu erhalten.
Die Diskussion über das Verbrenner-Aus ist seit 2022 in vollem Gange, als EU-Staaten und das Europaparlament beschlossen, den CO2-Ausstoß von Neuwagen bis 2035 drastisch zu reduzieren. Die nun abzusehende Lockerung dieser Regelung stößt nicht nur auf Zustimmung der Industrie und von Bundeskanzler Friedrich Merz, sondern auch auf breite Unterstützung in der Bevölkerung. Laut einer aktuellen Umfrage des ZDF-'Politbarometers' befürworten rund 63 Prozent der Deutschen eine Neuzulassung von Verbrennerfahrzeugen auch nach 2035. Dennoch sorgen die geplanten Anpassungen bei den Grünen und einigen Experten für Besorgnis und Widerstand.

