Europäische Verteidigungsanleihen als Antwort auf globale Bedrohungen
Franziska Brantner, die Vorsitzende der Grünen, setzt sich mit Nachdruck für die Einführung europäischer Verteidigungsanleihen ein. Angesichts der Bedrohungen durch autoritäre Regime sieht sie die Notwendigkeit, dass die Verteidigungsfähigkeit Europas nicht nur gemeinschaftlich gedacht, sondern auch finanziert werden muss. Brantner betont die Wichtigkeit der Schaffung von Synergien, um die Spitze europäischer Technologien zu fördern und zu nutzen.
Sie fordert von der derzeitigen schwarz-roten Koalition in Deutschland, sowohl den finanziellen Spielraum des Landes zu erweitern als auch den Weg für die Etablierung europäischer Verteidigungsanleihen zu bereiten. Brantner hebt zudem hervor, dass, sollte Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban sich weigern, an dieser Initiative mitzuwirken, Europa eine "Allianz der Freiheit" bilden müsse. Diese Allianz solle alle Länder umfassen, die bereit sind, für europäische Werte und die gemeinsame Sicherheit einzustehen.
Beim jüngsten EU-Gipfel in Brüssel haben sich die Mitgliedstaaten darauf geeinigt, in Anbetracht der geänderten Außenpolitik der USA unter der Führung von Präsident Donald Trump, ihre Verteidigungskapazitäten erheblich zu stärken. Die Unterstützung der EU-Kommission in dieser Angelegenheit ist weitreichend. Die geplante Bereitstellung von bis zu 150 Milliarden Euro an EU-Krediten für Verteidigungsinvestitionen ist ein wichtiges Signal, ebenso wie die angedachten Ausnahmen in den EU-Schuldenregeln. Franziska Brantner jedoch verfolgt eine noch ambitioniertere Agenda und plädiert für eine kollektive Schuldenaufnahme auf europäischer Ebene, um die Verteidigung umfassend zu finanzieren.

