Europäische Autoaktien im Aufwind dank neuer Hoffnung auf Zollabkommen
Europäische Autoaktien konnten am Freitag von einem positiven Marktumfeld profitieren, das durch frische Hoffnungen auf ein Zollabkommen beflügelt wurde. Der Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts, ein führender Branchenindex, avancierte um mehr als vier Prozent und ließ damit die Konkurrenten im Sektortableau hinter sich.
Innerhalb des Dax setzte sich Porsche AG an die Spitze der Gewinnerliste mit einem kräftigen Kursanstieg von 7,6 Prozent. Auch andere bekannte Automobilhersteller wie BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen verzeichneten Kurszuwächse von bis zu 5,3 Prozent. Diese positive Entwicklung hängte sich an die Aussicht auf eine Annäherung zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten im Handelsbereich.
Besonders Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission, zeigte sich zuversichtlich, dass die EU und die USA rechtzeitig vor dem wichtigen Stichtag am 9. Juli ein Handelsabkommen erzielen könnten. Sollte bis dahin keine Einigung erreicht werden, drohen von US-Seite Zölle von 50 Prozent auf nahezu alle EU-Importe, während die EU eigene Handelsmaßnahmen als Antwort vorbereitet hat.
Berichten zufolge hat von der Leyen in einem Treffen am Donnerstag darauf hingewiesen, dass eine Einigung möglich sei, um eine Eskalation mit potenziell nachteiligen wirtschaftlichen Folgen abzuwenden, berichtete Bloomberg. Zusätzlichen Rückenwind erhielten die Autoaktien auch von einer Aussage des US-Handelsministers Howard Lutnick.
Lutnick erklärte, dass das im Vormonat zwischen den USA und China erzielte Handelsabkommen nun abgeschlossen sei.

