Euro überwindet Hürde: Devisenmärkte reagieren auf Beendigung des Regierungsstillstands in den USA
Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar kürzlich eine bedeutende Marke überwunden und erreichte mit 1,1656 US-Dollar seinen höchsten Stand seit Ende Oktober. Der zuletzt im New Yorker Handel notierte Kurs lag bei 1,1640 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs tiefer auf 1,1619 US-Dollar festgesetzt, während der Dollar mit 0,8606 Euro bewertet wurde.
An den Finanzmärkten stand insbesondere das Ende des längsten Regierungsstillstands in der Geschichte der USA im Zentrum der Aufmerksamkeit. Präsident Donald Trump unterzeichnete den vom Parlament verabschiedeten Übergangshaushalt, womit der 43-tägige Shutdown beendet werden konnte. Die jüngsten Entwicklungen hatten sich bereits angedeutet.
Dennoch bleibt die Unsicherheit bestehen, da der aktuelle Haushaltsplan nur bis zum 30. Januar Gültigkeit hat. Wie Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, erklärte, besteht das Risiko eines erneuten Shutdowns im Jahr 2026. Auch wenn die potenziellen sozialen und wirtschaftlichen Folgen begrenzt wären, da wesentliche staatliche Einrichtungen bis Ende September finanziert bleiben, bleibt die Situation angespannt.
Es ist unklar, wann die US-Behörden wieder mit der Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten beginnen werden. Daten wie die Verbraucherpreise für Oktober könnten möglicherweise ausfallen, während Arbeitsmarktdaten nur teilweise bereitgestellt werden könnten. Verzögerungen bei anderen Konjunkturdatenveröffentlichungen sind ebenfalls möglich.

