EU-Kommission demonstriert Geschlossenheit im transatlantischen Zollstreit
Inmitten der neuen Zollandrohungen von US-Präsident Donald Trump im Konflikt um Grönland hat sich die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen solidarisch mit Dänemark und Grönland gezeigt. In einer diplomatisch ausgeklügelten Botschaft auf der Plattform X bekräftigte sie das unerschütterliche Engagement der EU, die Souveränität Grönlands und Dänemarks zu verteidigen. Von der Leyen unterstrich, dass die Union stets bereit sei, ihre strategischen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen nachhaltig zu schützen.
Das Timing könnte kaum brisanter sein, denn EU-Ratspräsident António Costa hat kurzfristig einen Sondergipfel angekündigt, der voraussichtlich diesen Donnerstag stattfinden soll. Die Ankündigung Trumps, ab Februar zusätzliche Zölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische NATO-Staaten zu verhängen, stößt auf große Besorgnis. Diese gestaffelten Zölle sollen solange Bestand haben, bis ein Abkommen über den vollständigen Kauf der Arktisinsel erreicht ist.
Trump hat klar geäußert, dass die USA die Souveränität über Grönland anstreben - ein Ansinnen, das in Europa auf vehementen Widerstand stößt. Der US-Präsident warnt davor, dass andernfalls Russland oder China die Insel übernehmen könnten. Grönland, das über eine weitgehende Autonomie verfügt, gehört offiziell zum Staatsgebiet des NATO-Mitglieds Dänemark. Gegenwärtig unterliegen die meisten EU-Exporte in die USA einem Zollsatz von 15 Prozent, ein erheblicher Faktor in den transatlantischen Handelsbeziehungen.

