Eskalation in Kaschmir: Spannungen zwischen Indien und Pakistan verschärfen sich
In der jüngsten Zuspitzung der ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den Atommächten Indien und Pakistan kam es erneut zu militärischen Auseinandersetzungen in der umstrittenen Region Kaschmir. Berichten zufolge lieferten sich Soldaten beider Nationen in der Nacht zum Donnerstag Schussgefechte und beschossen sich mit Artillerie.
Pakistan teilt mit, insgesamt zwölf indische Drohnen abgeschossen zu haben, was die Spannungen weiter anheizt. Die anhaltenden Schusswechsel entlang der militärischen Kontrolllinie in Kaschmir führten zu erheblichen Verlusten auf beiden Seiten.
Das indische Militär beklagt 13 Todesopfer, darunter Zivilisten und einen Soldaten, als Folge des pakistanischen Artilleriebeschusses. Indien hatte zuvor Angriffe auf mutmaßliche "Terrorgruppen"-Ziele innerhalb Pakistans unternommen und dabei neun Einrichtungen zerstört, was die jüngste Eskalation des Konflikts auslöste.
Auf pakistanischer Seite wurden laut Militärangaben über 30 Personen bei den indischen Angriffen getötet, über 50 weitere verletzt. Der Absturz einer abgeschossenen Drohne verursachte zudem einen weiteren Todesfall und mehrere Verletzungen.
Als Reaktion auf die anhaltenden Spannungen wurden mehrere Flughäfen in Pakistan vorübergehend geschlossen, darunter die in Islamabad, Karachi, Lahore und Sialkot. Die Region Kaschmir bleibt ein zentraler Konfliktpunkt zwischen den beiden Nachbarländern, deren historische Rivalitäten und Territorialansprüche immer wieder zu militärischen Auseinandersetzungen führen.
Die Vorgeschichte des Konflikts, die auf die Teilung des Subkontinents im Jahr 1947 zurückgeht, beeinflusst auch sieben Jahrzehnte später die geopolitischen Spannungen in der Region. Trotz internationaler Bemühungen um Frieden bleibt eine Lösung des Konflikts in weiter Ferne.

