Erneute Panne beim Regierungsflugzeug: Außenminister Wadephul improvisiert Reisepläne
Erneut sorgt ein Defekt an einem Regierungsflugzeug der Bundeswehr für Umstände bei der diplomatischen Reisediplomatie Deutschlands. Außenminister Johann Wadephul steht vor der Herausforderung, seine Teilnahme an einem EU-Lateinamerika-Gipfel in Kolumbien aufgrund eines nicht einsatzfähigen Airbus A350 neu zu organisieren. Der Defekt betrifft die Vereisungsschutzanlage des Flugzeugs, wie die Luftwaffe verlauten ließ. Ersatzteile seien bereits angefordert, während Wadephul nun auf eine gewöhnliche Linienmaschine zurückgreifen muss, um rechtzeitig zum Gipfel nach Santa Marta zu gelangen.
Im Anschluss an den Gipfel plant Wadephul, von Kolumbien aus nach Bolivien zu reisen, um erste Gespräche mit der neu gewählten Regierung zu führen. Auch ein Treffen der Außenminister der G7-Länder kommende Woche in der kanadischen Provinz Ontario steht auf seiner Agenda. Die kurzfristige Planänderung erinnert an ähnliche Erfahrungen seiner Vorgängerin Annalena Baerbock, die während ihrer Amtszeit ebenfalls von technischen Pannen der Bundeswehr-Flugbereitschaft ausgebremst wurde.
Ein markanter Vorfall aus Baerbocks Amtszeit war eine fehlgeschlagene Mission nach Australien, Neuseeland und Fidschi im August 2023. Nach Problemen mit den Landeklappen eines Airbus A340 musste sie die Reise abbrechen und schließlich mit einem Linienflug nach Deutschland zurückkehren. Eine Rückkehr zu den alten Gewohnheiten bleibt die Hoffnung vieler, während die Flugbereitschaft bestrebt ist, ihre Zuverlässigkeit zu verbessern.

