Erdrutsch in Neuseeland: Zwei Tote, Kinder vermisst
Ein gewaltiger Erdrutsch hat einen beliebten Campingplatz am Mount Maunganui im Nordosten Neuseelands zerstört. Nach tagelangem Starkregen stürzte eine Schlammlawine über Zelte und Wohnwagen. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben, mehrere gelten als vermisst – darunter Kinder. Rettungskräfte hören Hilfeschreie unter den Trümmern und ringen mit instabilem Gelände.
Der Vorfall ereignete sich über Nacht in der Region Bay of Plenty nahe Tauranga. Augenzeugen berichten von chaotischen Szenen: Zelte wurden weggespült, ein Toilettenblock teilweise begraben. Betroffene Familien campierten in der Urlaubszeit, als der Boden nachgeben. Die Schlammlawine begrub Dutzende Fahrzeuge und Unterkünfte unter sich. Lokale Behörden melden, dass der Regen Rekordwerte erreichte – bis zu 300 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden.
Rettungskräfte im Dauereinsatz
Hunderte Einsatzkräfte durchsuchen das Gelände mit Hunden, Baggern und Drohnen. Der stellvertretende Polizeipräsident Tim Anderson sprach vor Ort von einer dramatischen Lage. Instabiler Untergrund und anhaltender Regen erschweren die Arbeiten. In der Nähe des Unglücksorts wurden weitere Erdrutsche gemeldet, die Straßen sperrten. Der Notstand gilt nun in mehreren Distrikten der Nordinsel.
Die Bay of Plenty, ein Hotspot für Touristen, leidet unter Überschwemmungen. Flüsse traten über die Ufer, Brücken wurden weggespült. In benachbarten Gebieten suchten Retter bereits nach Vermissten aus früheren Überschwemmungen. Experten warnen vor weiteren Erdrutschen, da der Boden wassergesättigt ist. Evakuierungen laufen rund um den Mount Maunganui, einem Vulkanhügel mit Panoramablick aufs Meer.
Auswirkungen auf die Region
Neuseeland ringt mit den Folgen extremer Wetterereignisse. Stromausfälle betreffen Tausende Haushalte, Schulen und Geschäfte bleiben geschlossen. Die Regierung koordiniert Hilfslieferungen per Hubschrauber. Lokale Fischer und Camper halfen spontan bei der Suche. Die genaue Zahl der Vermissten schwankt: Offiziell elf, Zeugen sprechen von mehr. Familien warten in provisorischen Unterkünften auf Nachrichten.
Die Tragödie wirft Fragen zu Risikozonen auf. Der Campingplatz lag in einem Hanggebiet, das bei Starkregen anfällig ist. Behörden prüfen nun Warnsysteme. Bislang keine offiziellen Angaben zu Ursachen jenseits des Wetters. Die Rettung geht weiter, jede Stunde zählt.

