DocMorris hebt die Prognose – Anleger belohnen den Mut

Prognose-Upgrade belohnt die Mutigen
DocMorris hat am Mittwoch seine Jahresziele nach oben geschraubt: Der Außenumsatz soll nun um 9 bis 13 Prozent wachsen, nachdem man bislang nur ein moderates Plus in Aussicht gestellt hatte. Gleichzeitig soll der operative Verlust auf 10 bis 17,5 Millionen Franken schrumpfen – statt der zuvor befürchteten 25 Millionen. Der Markt honoriert das Signal sofort: Die Aktie klettert auf Tradegate um mehr als sechs Prozent auf 10,88 Euro und legt zwischenzeitlich sogar zwölf Prozent zu.
Rezeptpflichtige Medikamente als Wachstumstreiber
Im ersten Halbjahr trug vor allem das Geschäft mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln die Umsatzdynamik. Parallel läuft das digitale Dienstleistungsgeschäft rund. Beides zusammen zeigt, dass Patienten lieber auf Preis, Auswahl und Liefergeschwindigkeit setzen als auf den Apotheker um die Ecke, der von Kammern und Mindestpreisen geschützt wird.
Redcare profitiert vom Rückenwind
Der Konkurrent Redcare Pharmacy aus den Niederlanden zieht mit zwei Prozent Kursplus mit. Beide Firmen operieren grenzüberschreitend und beweisen, dass der europäische Binnenmarkt für Arzneimittel funktioniert – solange nationale Standespolitiker und EU-Bürokraten nicht mit Quoten, Versandverboten oder Digitalsteuern dazwischenfunken.
Kapitalismus statt Kammerzwang
Wer heute in Deutschland eine Apotheke eröffnen will, braucht Konzession, Preisbindung und GKV-Vertrag. DocMorris und Redcare zeigen, dass der Kunde ohne diesen ganzen Apparat besser bedient wird. Die Märkte strafen den Stillstand ab und belohnen den, der liefert. Genau so muss es sein.

