Deutsche Bahn verzeichnet signifikanten Passagierrückgang im ersten Halbjahr
Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr eine deutliche Abnahme der Fahrgastzahlen im Fernverkehr verzeichnet. Laut Konzernangaben nutzten in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 64,2 Millionen Reisende die Fernverkehrszüge, was einem Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Bahnchef Richard Lutz macht hierfür eine Reihe von Faktoren verantwortlich, darunter extreme Wetterereignisse, die marode Infrastruktur, Streiks und Unfälle. Diese Herausforderungen haben nicht nur die Nachfrage beeinträchtigt, sondern auch die Pünktlichkeit massiv verschlechtert. Im ersten Halbjahr lag die Pünktlichkeitsquote bei nur 62,7 Prozent, was eine bemerkenswerte Verschlechterung gegenüber dem Vorjahreszeitraum darstellt. Besonders problematisch gestaltete sich der Juni, in dem es in mehreren Regionen zu Überflutungen, Dammschäden und Hangrutschen kam. Fast jeder zweite Zug verzeichnete eine Verspätung von mindestens sechs Minuten, und die Pünktlichkeitsquote sank auf 52,9 Prozent. Diese Rückschläge verlängern die Liste der Probleme bei der Deutschen Bahn. Der Konzern hatte in der Vergangenheit stets betont, dass die Nachfrage nach Bahnverkehr trotz aller Pünktlichkeitsprobleme kontinuierlich steige. Dennoch bleibt ein zentrales Ziel der Bahn die Verdopplung der Verkehrsleistung im Personenverkehr, also mehr gefahrene Kilometer und mehr Reisende zu befördern.

