Deutsche Bahn verbessert Angebot im neuen Fahrplan - Preise steigen

Der Fahrplanwechsel bei der Deutschen Bahn steht kurz bevor und bringt für die Fahrgäste einige Neuerungen mit sich. Ab diesem Sonntag gibt es zusätzliche Fern- und Regionalverbindungen, um das Angebot für die Fahrgäste zu verbessern. Allerdings steigen auch die Preise im Fernverkehr für einen Teil der Tickets.

Nach dem Ende des Warnstreiks der Lokführergewerkschaft GDL und dem Fahrplanwechsel stehen die Leitstellen der Bahn unter Hochdruck. Bis zum Betriebsbeginn am Samstagmorgen soll der Verkehr wieder weitgehend stabil laufen. Der Warnstreik hatte für 24 Stunden weite Teile des deutschen Personenverkehrs lahmgelegt und auch den Güterverkehr stark beeinträchtigt.

Während der zweite Arbeitskampf der GDL bis zum späten Freitagabend andauerte, versprach GDL-Chef Claus Weselsky, für den Rest des Jahres und bis einschließlich 7. Januar keine weiteren Warnstreiks zu veranstalten. Danach sollen jedoch längere und intensivere Arbeitskämpfe folgen. Bis dahin hat die Deutsche Bahn Zeit, sich um andere Themen zu kümmern.

Der neue Fahrplan soll vor allem auf den Strecken zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen sowie zwischen Berlin und München mehr Angebote durch zusätzliche Verbindungen im Fernverkehr ermöglichen. Die störanfällige Zugteilung im nordrhein-westfälischen Hamm wird nur noch halb so oft stattfinden wie zuvor. Zudem erhält Berlin eine zweite umsteigefreie ICE-Verbindung nach Wien.

Zusätzlich bieten die Deutsche Bahn, die Österreichischen Bundesbahnen und weitere Eisenbahnunternehmen ab Montagabend drei Mal pro Woche eine Nachtzugverbindung zwischen Berlin und Brüssel sowie Paris an. Der erste dieser sogenannten Nightjets startet in der Hauptstadt.

Auch zwischen Leipzig, Jena und Nürnberg wird das Angebot mit dem Fahrplanwechsel erweitert. Es werden künftig fünf IC-Verbindungen pro Tag durch das Saaletal angeboten, statt wie bisher nur eine Fahrt. Magdeburg erhält erstmals eine Verbindung nach Hamburg sowie mehr Direktverbindungen nach Berlin und Rostock.

Die Fahrkarten für den neuen Fahrplan sind bereits seit Oktober erhältlich. Noch bis einschließlich diesen Samstag können sie zum alten Preis erworben werden. Ab Sonntag gelten dann die höheren Fahrpreise. Die sogenannten Flextickets werden im Schnitt um 4,9 Prozent teurer. Diese Fahrkarten bieten den Fahrgästen eine gewisse Flexibilität, insbesondere bei der Zugauswahl.

Die Bahncard 25 wird zum Fahrplanwechsel um drei Euro teurer und kostet dann jährlich 62,90 Euro. Inhaber erhalten damit 25 Prozent Rabatt auf jede gebuchte Bahnfahrt. Der Preis für die Bahncard 50, mit der Einzeltickets halb so viel kosten, bleibt hingegen unverändert. Auch bei den Spar- und Supersparpreisen der Bahn ändert sich nichts. Die zusätzlichen Angebote im Fernverkehr sind möglich durch den stetigen Zulauf an neuen ICE-Zügen.

Die vielen Verspätungen werden sich voraussichtlich trotz des Fahrplanwechsels nicht ändern. Im November fuhr nur jeder zweite Fernzug ohne größere Verzögerungen - die niedrigste Pünktlichkeitsquote seit acht Jahren. Das überlastete und teilweise marode Streckennetz ist vor allem dafür verantwortlich. Ab dem kommenden Jahr will die Deutsche Bahn das Problem mit umfassenden Sanierungen wichtiger Schienenkorridore angehen. Als Erstes steht die Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim an, die für etwa ein halbes Jahr für Bauarbeiten gesperrt werden soll. Im kommenden Jahr wird es auch mehrmonatige Sperrungen zwischen Hamburg und Berlin geben, um die Generalsanierung für das darauffolgende Jahr vorzubereiten. (eulerpool-AFX)

Finanzen / Markets
[eulerpool-AFX] · 09.12.2023 · 16:52 Uhr
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