Deutliche Wahlniederlagen für die AfD in Nordrhein-Westfalen
In Nordrhein-Westfalen haben die Kandidaten der AfD bei den jüngsten Stichwahlen für das Oberbürgermeisteramt in allen drei beteiligten Städten eine Niederlage hinnehmen müssen. In den Städten Gelsenkirchen und Duisburg setzte sich jeweils die SPD durch, während in Hagen die CDU den Wahlsieg erringen konnte.
Besonders klar konnte Sören Link von der SPD in Duisburg triumphieren. Der langjährige Amtsinhaber der Stahlstadt erhielt 78,6 Prozent der Stimmen, während sein Kontrahent von der AfD, Carsten Groß, lediglich 21,4 Prozent erreichte. Link, der bereits seit 13 Jahren als Oberbürgermeister dient, punktete besonders mit seiner entschiedenen Haltung gegen Sozialbetrug.
In Hagen sicherte sich CDU-Kandidat Dennis Rehbein souverän das Oberbürgermeisteramt mit 71,7 Prozent der Stimmen. Sein AfD-Rivale Michael Eiche erhielt 28,3 Prozent. Rehbein überzeugte im Wahlkampf durch sein Engagement, kriminelle Geschäftsmodelle und Sozialleistungsmissbrauch in der Stadt anzugehen.
In Gelsenkirchen trat die Sozialpolitikerin Andrea Henze für die SPD an und wurde mit 66,9 Prozent zur neuen Oberbürgermeisterin gewählt. Ihr AfD-Gegenkandidat Norbert Emmerich kam auf 33,1 Prozent der Stimmen. Gelsenkirchen, bekannt für seine Strukturprobleme und die höchste Arbeitslosenquote im Land, sah in Henze offenbar die geeignete Führungsfigur.
Trotz der Niederlagen bewertete die AfD die Ergebnisse als ermutigend. Der Landesvorsitzende Martin Vincentz äußerte, man sei froh, gemeinsam die AfD weiterhin als relevante politische Kraft zu positionieren, auch wenn die Wahlergebnisse einen deutlichen Rückschlag darstellen.

