Demografische Herausforderung: Chinas Volkszählung zeigt alarmierenden Bevölkerungstrend
Chinas jüngste demografische Daten zeichnen ein düsteres Bild für den Bevölkerungswachstumstakt der Volksrepublik. Die Geburtenrate ist auf ein historisches Tief gesunken: Lediglich 5,63 Neugeborene kamen im vergangenen Jahr auf 1.000 Einwohner, wie die Angaben des Statistikamts in Peking verdeutlichen. Im Einklang mit diesem Trend ist die Gesamtbevölkerungszahl des Landes Ende 2025 auf etwa 1,405 Milliarden gesunken – ein Rückgang um circa 3,4 Millionen im Vergleich zum Vorjahr und der niedrigste Stand seit 1949.
Diese Entwicklungen bekräftigen den demografischen Wandel, der durch eine rapide alternde Bevölkerung gekennzeichnet ist. Trotz der Aufhebung der Ein-Kind-Politik vor über einem Jahrzehnt, die lange Zeit das Bevölkerungswachstum zügelte, bleibt die Kinderzahl pro Familie niedrig. Insbesondere in urbanen Zentren sind die steigenden Bildungs- und Erziehungskosten ein gewichtiger Faktor. Die Regierung hat kürzlich Initiativen, wie zum Beispiel das Kindergeld, eingeführt, um diesen Herausforderung zu begegnen.
Chinas Rentensystem steht ebenfalls vor beachtlichen Herausforderungen. Ein bevorstehender Rentenboom kündigt sich an, da die geburtenstarken Jahrgänge der 1960er Jahre, die sogenannten "Babyboomer", zunehmend das Rentenalter erreichen. Prognosen zufolge könnte die Zahl der Personen über 60 Jahre bis 2050 auf 520 Millionen steigen.
Um den Belastungen auf die Rentenkassen entgegenzuwirken, entschloss sich die Regierung im letzten Jahr dazu, das Renteneintrittsalter schrittweise anzuheben. Über die nächsten 15 Jahre soll die Schwelle für Männer von 60 auf 63 Jahre steigen. Bei Frauen, die bislang unterschiedliche Eintrittsalter je nach Berufsgruppe hatten, wird das Rentenalter entweder von 50 auf 55 oder von 55 auf 58 Jahre erhöht.

