Dem Elektrobus aufs Dach gestiegen
Schweizer NFZ-Servicebetrieb setzt auf maßgeschneiderte Plattformtreppe von HYMER Steigtechnik

10. Juni 2026, 14:30 Uhr · Quelle: Pressebox
Dem Elektrobus aufs Dach gestiegen
Foto: Pressebox
Vom Entwurf zur Anwendung: Die Arbeitsbühne wurde auf Basis eines modularen Baukastensystems individuell konfiguriert und realisiert
Ein Schweizer Betrieb nutzt eine fahrbare Plattformtreppe mit Arbeitskorb für sichere Wartungsarbeiten auf Elektrobus-Dächern.

Wangen im Allgäu, 10.06.2026 (PresseBox) - Elektrobusse gelten als Schrittmacher der urbanen Mobilitätswende. Leise, emissionsfrei, zukunftsfähig, doch ihre zentrale Technik liegt auf dem Dach. Klimaanlagen, Lüftungsmodule und Hochvolt-Komponenten müssen regelmäßig gewartet, geprüft und gelegentlich ausgetauscht werden. Diese Arbeiten finden in Höhen von bis zu dreieinhalb Metern statt, häufig unter beengten Platzverhältnissen und unter Zeitdruck. Klassische Steigtechnik stößt dabei schnell an ihre Grenzen.

Genau hier setzt ein Projekt an, das HYMER Steigtechnik gemeinsam mit einem Schweizer Nutzfahrzeug-Servicebetrieb realisiert hat: eine maßgeschneiderte, fahrbare Plattformtreppe mit ausklappbarem Arbeitskorb, die speziell auf die Anforderungen moderner Buswerkstätten ausgelegt ist. Ein Verantwortlicher des Schweizer Unternehmens betont: „Für uns zählt im Tagesgeschäft jede Minute. Gleichzeitig hat Arbeitssicherheit oberste Priorität. Deshalb brauchen wir Lösungen, die beides verbinden.“

Breites Leistungsspektrum im Nutzfahrzeugbereich

Der Kunde ist ein etablierter Servicebetrieb für Busse, Nutzfahrzeuge und Anhänger in der Nordwestschweiz. Das Unternehmen betreut Kunden aus dem öffentlichen Nahverkehr sowie aus dem Reise- und Nutzfahrzeugsegment und vereint Werkstatt, Fahrzeugverkauf und Ersatzteillager am Standort. Das Unternehmen ist zudem Teil einer größeren Unternehmensgruppe im Nutzfahrzeugbereich und profitiert dadurch von einem erweiterten Leistungsangebot sowie einem breiteren regionalen Netzwerk.

Mit dem steigenden Anteil von Elektrobussen in den Flotten verändern sich die Anforderungen im Werkstattalltag spürbar. Neben Qualifikation und Diagnoseequipment rückt die Infrastruktur stärker in den Fokus.

Arbeiten auf dem Dach als neue Herausforderung

Während beim Dieselbus meist nur einzelne Komponenten auf dem Dach verbaut sind, konzentriert sich beim Elektrobus ein großer Teil der Technik in diesem Bereich. Für das Werkstattpersonal bedeutet das regelmäßige Arbeiten in Höhen zwischen 2,80 und über 3,50 Metern, oft verbunden mit dem Handling schwerer Bauteile.

Für die neue Zugangslösung definierte der Betrieb klare Anforderungen: geringer Platzbedarf, einfache Handhabung ohne zusätzliche Antriebstechnik, ein spaltfreier Anschluss an das Fahrzeug sowie ein vollständig gesicherter Arbeitsbereich. Gleichzeitig sollte die Bühne sowohl in der Halle als auch im Außenbereich einsetzbar sein.

„Entscheidend war für uns die Kombination aus Flexibilität und Stabilität. Die Bühne muss sich im engen Werkstattumfeld schnell bewegen lassen und gleichzeitig einen sicheren Stand bieten“, so ein Mitarbeiter des Betriebs weiter.

Individuelle Lösung auf Basis eines modularen Systems

HYMER-Steigtechnik setzte die Anforderungen auf Basis eines modularen Baukastensystems um. Dabei werden normgerechte Standardkomponenten aus Aluminium und Stahl zu einer individuellen Lösung kombiniert. Das verkürzt die Entwicklungszeiten und ermöglicht es, die Bühne bei veränderten Anforderungen später anzupassen oder zu erweitern.

„Wir entwickeln solche Lösungen immer ausgehend vom realen Arbeitsablauf im Betrieb. Ein Mitarbeiter schaut sich dazu die bisherige Arbeitsweise vor Ort an und berät bedarfsgerecht. In diesem Fall lagen die Herausforderungen in der Kombination aus engen Platzverhältnissen, schweren Komponenten, die auf das Dach transportiert werden müssen, und der Notwendigkeit, den Arbeitsplatz auf dem Busdach zusätzlich abzusichern. Das erfordert eine Konstruktion, die Stabilität, Beweglichkeit und kompakte Bauweise vereint“, erläutert Adrian Wüthrich, Area Sales Manager Schweiz bei HYMER Steigtechnik.

Die Plattformtreppe verfügt über leichtgängige Lenkrollen mit Zentralbremse, die ein präzises Positionieren ermöglichen. Treppe und Plattform sind über eine Schnellverbindung gekoppelt, die beim Verschieben den Platzbedarf reduziert und sich im Einsatz rasch koppeln lässt. Der ausklappbare Arbeitskorb vergrößert die Arbeitsfläche auf dem Busdach und schafft einen rundum gesicherten Bereich für bis zu zwei Personen.

Zur weiteren Ausstattung gehören beidseitige Handläufe, eine Durchgangssicherung sowie ein integrierter Kantenschutz zum Fahrzeug. Alle Tritt- und Arbeitsflächen bestehen aus Stahlgitterrosten mit Rutschhemmung der Klasse R12 und bieten damit auch bei Feuchtigkeit oder Verschmutzung sicheren Halt.

„Die Steigtechnik-Lösung hat unsere Abläufe deutlich verbessert“, bilanziert ein Werkstattverantwortlicher des Schweizer Betriebs. „Wartungsarbeiten auf dem Dach lassen sich heute sicherer und gleichzeitig effizienter durchführen, selbst wenn schwere Komponenten bewegt werden müssen.“

Normgerechte Auslegung und langfristige Perspektive

Arbeiten in der Höhe unterliegen klaren gesetzlichen Vorgaben. Grundlage bilden unter anderem die Betriebssicherheitsverordnung sowie in der Schweiz einschlägige Normen wie EN 131 und EN 14122. Sie definieren Anforderungen an Konstruktion, Nutzung und Prüfung der eingesetzten Arbeitsmittel.

„Eine durchdachte Steigtechnik ist nicht nur eine Frage der Sicherheit, sondern auch der Wirtschaftlichkeit. Arbeitssicherheit rückt immer stärker in den Fokus. Prüfungen durch Institutionen nehmen zu, Haftungsrisiken steigen. Wir beraten unsere Kunden dabei, welche Steigtechnik für den jeweiligen Anwendungsfall wirklich passt“, erklärt Adrian Wüthrich von HYMER Steigtechnik.

Das Projekt zeigt exemplarisch, was die Elektrifizierung des Busverkehrs für Werkstattbetriebe bedeutet: Der Handlungsbedarf beschränkt sich nicht nur auf Diagnosetechnik und Personalqualifikation, sondern reicht bis in die physische Infrastruktur. Eine Arbeitsbühne, die nicht zu den Fahrzeugen passt, wird schnell zum Engpass im laufenden Betrieb.

„Wer heute in passende Arbeitsmittel investiert, schafft die Grundlage für einen reibungslosen Betrieb in den kommenden Jahren. Gerade im Nutzfahrzeugbereich wird die Infrastruktur zum entscheidenden Faktor“, fasst Adrian Wüthrich zusammen.

Infokasten

Das Projekt auf einen Blick:

Anwendung: Wartung und Service an Elektrobussen

Kunde: Schweizer Nutzfahrzeug-Servicebetrieb

Lösung: Individuelle Plattformtreppe mit Arbeitskorb

Besondere Anforderungen:

  • Arbeiten in bis zu 3,5 m Höhe
  • Transport schwerer Bauteile auf Dachniveau
  • Einsatz in Halle und Außenbereich
  • Beengte Platzverhältnisse
Technische Merkmale:
  • Fahrbare Konstruktion mit Lenkrollen und Zentralbremse
  • Schnellverbindung zwischen Treppe und Plattform
  • Ausklappbarer Arbeitskorb auf Busdach
  • Rutschhemmende Gitterroste (R12)
  • Umlaufende Absturzsicherung
Nutzen:
  • Erhöhte Arbeitssicherheit
  • Effizientere Wartungsabläufe
  • Hohe Flexibilität im Werkstattalltag

Fahrzeugbau / Automotive / Elektrobusse / Steigtechnik / Nutzfahrzeug-Service / Arbeitssicherheit / Werkstattausrüstung
[pressebox.de] · 10.06.2026 · 14:30 Uhr
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