Dax erreicht Höhenflug dank Hoffnung auf US-Zinssenkungen

Die Erwartung möglicher Zinssenkungen durch die amerikanische Notenbank Fed hat am deutschen Aktienmarkt für Aufbruchsstimmung gesorgt. Nach Bekanntgabe einer schwächer als antizipierten Preissteigerung in den Vereinigten Staaten, erklomm der Dax ein neues Hoch und rückte der magischen 19.000-Punkte-Marke ein signifikantes Stück näher. Mit einem Plus von 0,82 Prozent schloss der Leitindex auf 18.869,36 Punkten.

Der MDax, Indikator für die Börsenperformance mittelgroßer Unternehmen, registrierte einen Gewinn von 0,85 Prozent und erreichte mit 27.451,38 Punkten das beste Niveau der letzten acht Monate. Hier bleibt jedoch ein Aufholpotential erkennbar, da der Dax sein Jahreshoch auf 12,6 Prozent steigern konnte.

Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zeigten sich von den US-Inflationszahlen durchaus positiv überrascht, eine Entspannung, die nicht zuletzt von unerwartet schwachen Einzelhandelszahlen aus den USA gestützt wurde. Diese Konstellation nährt die Zuversicht auf eine doppelte Zinssenkung durch die Fed im Verlauf des Jahres.

Im Dax profitierten insbesondere Immobilien- und Energiewerte von dieser Zinsfantasie. Vonovia konnte sich über einen Anstieg von 6,7 Prozent freuen, während Siemens Energy den höchsten Kurs seit 2021 verbuchte, mit einem Plus von 6,5 Prozent.

Die Berichtssaison sorgt weiterhin für Bewegung. RWE legte nach soliden Geschäftszahlen um nahezu zwei Prozent zu. Die Commerzbank verzeichnete sogar einen Anstieg von 5,1 Prozent, angetrieben durch das beste Quartalsergebnis seit über einem Jahrzehnt und die Aussicht auf einen Rekordgewinn. Die Merck-Aktie legte um 4,8 Prozent zu, hier sprach man weniger von überragenden Geschäftszahlen als von Ergebnissen, die die Analystenerwartungen übertreffen konnten.

Im Bereich der mittleren Werte zeigte sich das Immobilienunternehmen LEG mit einem Plus von 6,3 Prozent erfreut über die Geschäftszahlen. Dagegen musste Hellofresh einen Rückgang um fast fünf Prozent hinnehmen, bedingt durch eine Herabstufung von JPMorgan.

Der SDax präsentierte sich indes uneinheitlich: Während SFC Energy mit einem Kursgewinn von neun Prozent glänzte, wurden Thyssenkrupp Nucera und Schott Pharma von herben Rückgängen heimgesucht.

Der europäische Aktienmarkt legte ebenfalls zu, was sich am EuroStoxx 50 mit einem Anstieg um 0,41 Prozent auf 5.100,90 Punkte widerspiegelte. Auch die Devisenmärkte zeigten leichte Veränderungen: der Euro wurde zuletzt zu 1,0864 US-Dollar gehandelt.

Rentenanleger erlebten einen leichten Rückgang der Umlaufrendite und der Bund-Future verzeichnete Gewinne. (eulerpool-AFX)

Finanzen / Markets
[Eulerpool News] · 15.05.2024 · 19:56 Uhr
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