Closed: Neue Ära für Hamburger Modemarke im Aufwind
Die bekannte Hamburger Modemarke Closed erfährt einen Neuanfang unter neuer Führung: Die traditionsreiche Unternehmerfamilie Böck und der erfahrene Manager Dieter Holzer, beide in der Modewelt keine Unbekannten, übernehmen das insolvente Unternehmen. Eine Sprecherin des Insolvenzverwalters Stefan Denkhaus bekräftigt, dass das Unternehmen in versierte Hände übergeht, die bereits zahlreiche Erfolge in der internationalen Modebranche vorweisen können.
Trotz der finanziellen Turbulenzen und anhaltender Verschuldung behält Closed seinen Hauptsitz in Hamburg bei und kann auf profitables Kerngeschäft verweisen, insbesondere in der Herstellung von Jeans. Dieter Holzer, vormals CEO von Tom Tailor, und die Familie Böck, bekannt für den Aufbau von Marc O'Polo in Bayern, bringen ihre jahrelange Expertise in das Unternehmen ein.
Das deutsche Label ist weiterhin stark im stationären Handel vertreten und unterhält insgesamt 27 Filialen in Ländern wie Deutschland, Österreich und Spanien, überdies sechs Outlets und neun Franchisegeschäfte. Das Auslandsgeschäft bleibt indes unberührt von der Insolvenz. Mit circa 450 Mitarbeitern und einem zuletzt verzeichneten Umsatz von etwa 120 Millionen Euro zeigt Closed beachtliche Präsenz im Modemarkt.
Rund 40 Prozent des Umsatzes generiert Closed im Geschäft mit Händlern, während der stationäre und der Onlinehandel 35 Prozent bzw. 25 Prozent des Umsatzes ausmachen. Weitere Details über die Pläne der neuen Eigentümer sollen in Kürze folgen.

