Citigroup trotzt wirtschaftlicher Herausforderungen: Rückblick und Ausblick
Die Citigroup verzeichnete im vierten Quartal des letzten Jahres einen Rückgang des Gewinns, der insbesondere der Beendigung des Russland-Geschäfts zuzuschreiben ist. Im Kontrast dazu stehen überraschend hohe Erträge im Bereich festverzinslicher Wertpapiere, Währungen und Rohstoffe, die positive Akzente setzten. Trotz der Widrigkeiten ging der Gewinn im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 13 Prozent auf knapp 2,5 Milliarden US-Dollar zurück. Ohne die Belastungen durch das Russland-Geschäft wäre das Ergebnis deutlich optimistischer ausgefallen und hätte bei 3,6 Milliarden Dollar gelegen. Für das gesamte Jahr erzielte die Citigroup einen Gewinn von 14,3 Milliarden Dollar, was einer Steigerung von 13 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Die Entscheidung, die AO Citibank als letzten operativen Bestandteil in Russland zu veräußern, führte zu einem Verlust vor Steuern von 1,2 Milliarden Dollar, wobei der Abschluss der Transaktion im ersten Halbjahr 2026 erwartet wird. Jane Fraser, CEO der Citigroup, zeigte sich dennoch zufrieden mit dem Geschäftsjahr. Sie lobte die „bedeutenden Fortschritte“ im Jahr 2025 und bekräftigte das Ziel, für das laufende Jahr eine Eigenkapitalrendite zwischen 10 und 11 Prozent zu erreichen. Die Eigenkapitalrendite lag im Jahr 2025 ohne Sondereffekte bei 8,8 Prozent. Diese Strategie soll die Citigroup für noch höhere Renditen in den kommenden Jahren positionieren.

