Cisco surft auf der KI-Welle: Optimistischer Ausblick und Aktienrückkäufe beflügeln Börse
Der kalifornische Netzwerk-Gigant Cisco profitiert von der anhaltenden Begeisterung für Künstliche Intelligenz. Im letzten Quartal erreichten die Bestellungen für KI-Infrastruktur 350 Millionen Dollar, was die starken Zahlen des Unternehmens zusätzlich untermauert. Mit insgesamt beinahe 700 Millionen Dollar im gesamten ersten Halbjahr hat Cisco deutlich an Momentum gewonnen.
Überraschend positiv fiel der Ausblick für das aktuelle Quartal und das Gesamtjahr aus. Cisco plant, weitere 15 Milliarden Dollar in den Rückkauf eigener Aktien zu investieren, was von Anlegern wohlwollend aufgenommen wurde.
Infolge dieser Entwicklungen kletterte Ciscos Aktie am Donnerstag an der New Yorker Börse um mehr als sechs Prozent auf 66,36 Dollar, den höchsten Stand seit der Dotcom-Blase. Im weiteren Tagesverlauf pendelte sich der Kurszuwachs allerdings bei einem Prozent ein.
Sorgen über mögliche Etatspanne in Folge der jüngsten US-Wahlen scheinen unberechtigt gewesen zu sein. Finanzchef Scott Herren hob hervor, dass ein Großteil der staatlichen Aufträge von der US-Verteidigung stammt, während zivilstaatliche Bestellungen geringer ausfallen.
Cisco-CEO Chuck Robbins erwartet für das laufende Quartal einen Umsatz von rund 14 Milliarden Dollar, und für das gesamte Jahr hob das Unternehmen die Prognose auf mindestens 56 Milliarden Dollar an. Fachleute hatten bisher geringere Zahlen antizipiert. Trotz eines Gewinnrückgangs von acht Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar im zweiten Quartal, lag das bereinigte Ergebnis pro Aktie über den Schätzungen der Analysten.
Nun stehen Cisco insgesamt rund 17 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe zur Verfügung, eine Entscheidung, die das Vertrauen der Investoren in das Geschäftsmodell und dessen nachhaltiges Wachstum stärkt.

