CDU/CSU blockiert Reformvorschlag zur Paketzustellung – Ein Zwist um Gewicht und Gesundheit
Die Debatte um die Gewichtsgrenze bei der Paketzustellung erweist sich als hartnäckiges Dilemma im politischen Ringen. In einer emotional aufgeladenen Diskussion konnten sich Vertreter der Bundestagsfraktionen SPD, Grüne und CDU/CSU nicht auf eine geplante Neuregelung zur Begrenzung des Paketgewichts einigen.
Der Vorstoß, Paketsendungen ab 23 Kilogramm durch zwei Personen zustellen zu lassen, wurde abgelehnt, sodass die bisherige Grenze von 31,5 Kilogramm nach wie vor gilt. Gewerkschaftsvertreter von Verdi äußerten erhebliche Bedenken hinsichtlich des Gesundheitsschutzes der Zustellerinnen und Zusteller, die mit potenziell rückenschädigenden Belastungen konfrontiert sind.
Ursprünglich hatte die CDU/CSU, seinerzeit noch in der Opposition, den Vorschlag eingebracht, um die Arbeitsbedingungen der Paketboten zu verbessern. Nach dem Bruch der Ampel-Koalition von SPD, Grünen und FDP legte die nun regierende Minderheitsregierung aus SPD und Grünen einen Gesetzesentwurf vor, der die Einführung einer 23-Kilogramm-Grenze beinhaltete.
Für Pakete zwischen 20 und 23 Kilogramm wäre die Ein-Personen-Zustellung weiterhin mit technischem Hilfsmittel erlaubt gewesen. Der Vorschlag wurde jedoch erneut von der CDU/CSU blockiert. CDU/CSU-Abgeordneter Hansjörg Durz betonte die Notwendigkeit einer differenzierten Lösung, die insbesondere bei Zustellungen über mehrere Etagen greifen solle, während bei ebenerdiger Zustellung ein einzelner Bote ausreichen würde.
Eine solche Regelung lehnte die Regierung ab, was bei den Grünen auf scharfe Kritik stieß. Die Grünen-Abgeordnete Sandra Detzer warf der CDU/CSU vor, eine widersprüchliche Blockadehaltung einzunehmen, die den Zustellern erheblichen Schaden zufüge.

