Broadcoms KI-Umsatz explodiert – Wall Street bleibt skeptisch
Rekordwachstum trotz schwacher Prognose
Broadcom treibt der KI-Boom an. Im dritten Quartal kletterte der Umsatz um 86 Prozent auf 29,6 Milliarden Dollar. Der bereinigte operative Gewinn stieg sogar um 92 Prozent auf über 20 Milliarden Dollar.
Die operative Marge verbesserte sich auf 68 Prozent. Das ist ein starkes Ergebnis für ein Unternehmen, das in den letzten fünf Jahren mehr als siebenfache Kursgewinne verbucht hat.
Ziel verfehlt, Kurs bricht ein
Trotz dieser Zahlen zögert der Markt. Für das vierte Quartal plant Broadcom 35 Milliarden Dollar Umsatz. Das entspricht einem Plus von 93 Prozent zum Vorjahr – bleibt aber unter dem Bloomberg-Konsens.
Die Aktie reagierte sofort. Nach Börsenschluss fiel sie um fünf Prozent auf etwa 350 Dollar. Seit dem Rekordhoch von 495 Dollar hat das Papier bereits ein Viertel verloren.
Was der Markt wirklich will
Broadcoms Geschäft mit KI-Beschleunigern läuft wie auf Schienen. Die bereinigte Marge soll im Schlussquartal bei 66 Prozent gehalten werden. Das ist ambitioniert, aber machbar.
Der Markt jedoch handelt nach dem Motto: Wachstum allein reicht nicht. Erwartungen müssen übertroffen werden. Broadcoms Börsenwert von 1,7 Billionen Dollar macht das Unternehmen zum achtwertvollsten der Welt.
Der KI-Zyklus läuft weiter
Der Chipkonzern profitiert vom weltweiten Ausbau der KI-Infrastruktur. Die Nachfrage nach spezialisierten Prozessoren bleibt hoch. Broadcoms Position in diesem Markt ist stark.
Die jüngste Kurskorrektur könnte eine Kaufgelegenheit sein. Wer an den langfristigen KI-Trend glaubt, findet hier ein Unternehmen mit klarer technologischer Führung und robusten Margen.
Der Markt wird entscheiden, ob 350 Dollar schon ein Einstiegspunkt sind oder ob weitere Rückschläge folgen.

