BoE-Experte Alan Taylor plädiert für zügige Zinssenkungen zur Stabilisierung der britischen Wirtschaft
Der neu ernannte Zinsexperte der Bank of England, Alan Taylor, spricht sich für rasches Handeln zur Senkung der Zinssätze aus. Angesichts der Anzeichen für eine Abkühlung der britischen Wirtschaft fordert Taylor eine proaktive Anpassung der Geldpolitik. In einer Rede, die er an der Universität Leeds halten wollte, unterstrich Taylor, dass die Zinsen, um eine sanfte Landung der Wirtschaft zu ermöglichen, auf ein normales Niveau zurückgeführt werden sollten.
Taylor, Professor für Wirtschaftswissenschaften, stimmte bereits im November für eine Zinssenkung, als der Leitzins auf 4,75 % gesenkt wurde, und erneuerte seine Forderung im Dezember. Der geldpolitische Ausschuss entschied jedoch mehrheitlich, den Leitzins unverändert zu lassen, wobei die Bank of England kürzlich weniger stark als andere Zentralbanken nachjustierte.
Die Besorgnis über die Inflationsrisiken, die sich im letzten Jahr schneller abgeschwächt haben als erwartet, bleibt bestehen. Taylor bemerkte, dass die Wahrscheinlichkeit eines negativen Szenarios für die britische Wirtschaft zugenommen habe, was seiner Meinung nach präventive Maßnahmen zur Zinsreduktion rechtfertigt.
Trotz der leichten Abnahme der Inflation von 2,6 % im November auf 2,5 % im Dezember sieht Taylor Handlungsbedarf, um die wirtschaftliche Balance zu sichern. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von Taylors Rede verlor das britische Pfund gegenüber dem US-Dollar an Wert.
Trotz der verbesserten Inflationsdaten zeigt sich Taylor besorgt über die nach wie vor restriktive Haltung der Zinspolitik und befürwortet eine Anpassung, bevor Risiken sich weiter zu Ungunsten der Wirtschaft entwickeln könnten.

