Bitcoin-Metrik deutet auf möglichen Marktboden hin

Bitcoin verzeichnete in der Woche des 5. Juni einen Rückgang von fast 20 % – den stärksten Wochenverlust seit dem Zusammenbruch von FTX im November 2022. Der On-Chain-Analyst Ali Martinez widerspricht jedoch der vorherrschenden Angst und argumentiert, dass der Markt sich eher in einem bedeutenden Akkumulationszyklus befindet, anstatt vor einem tieferen strukturellen Zusammenbruch zu stehen.
Martinez stützt seine Analyse auf eine Konvergenz von On-Chain-Metriken, die historisch gesehen mit Markttiefs einhergingen, anstatt weiteren Verkäufen vorauszugehen. Der Rückgang von Bitcoin auf $59.000 – das niedrigste Niveau seit 2024 – führte laut seinem Beitrag zu einer Bereinigung überhebelter Prämien. Diese Art der erzwungenen Enthebelung schafft seiner Meinung nach die Bedingungen für einen echten Boden, anstatt nur für eine vorübergehende Erholung.
Die Bitcoin-Metriken hinter der Analyse
Zwei Datenpunkte stehen im Mittelpunkt von Martinez' Analyse. Der erste betrifft das Verhalten von Langzeitinvestoren. Während des jüngsten Rückgangs verteilten Langzeithalter mehr als $3,25 Milliarden in Bitcoin, was die Reserven an den Börsen vorübergehend erhöhte und den kurzfristigen Verkaufsdruck verstärkte. Diese Verteilung entspricht laut Martinez dem, was historisch die letzte Phase der Angebotsaufnahme markiert, bevor die Akkumulation beginnt.
Der zweite Punkt betrifft das im Verlust gehaltene Angebot. Der Rückgang von Bitcoin auf $59.000 brachte mehr als 10,46 Millionen BTC in eine Verlustposition. Laut Martinez hat jede frühere Instanz, bei der die Metrik des Angebots im Verlust die 10-Millionen-Schwelle überschritt, genau die makroökonomischen Tiefpunkte in früheren Zyklen markiert – ein Signal, das er als einen der zuverlässigsten Indikatoren betrachtet.
Wo der Boden liegen könnte
Anstatt einen spezifischen Preisboden zu benennen, identifizierte Martinez zwei Akkumulationszonen basierend auf der MVRV-Bandanalyse – dem Verhältnis des Marktwerts von Bitcoin zu seinem realisierten Wert. Die historisch zuverlässigsten Akkumulationsfenster erscheinen, wenn sich MVRV zwischen den Bändern 1,0 und 0,8 einpendelt, was derzeit etwa $53.900 und $43.150 entspricht. Er beobachtet auch drei wichtige gleitende Durchschnitte als strukturelle Bezugspunkte: den 200-Wochen-Durchschnitt bei $62.800, den 300-Wochen-Durchschnitt bei $55.000 und den 400-Wochen-Durchschnitt bei $42.500.
Der Analyst Benjamin Cowen bestätigte diese Einschätzung und erklärte, dass die Anlegerpsychologie sich dem Bereich nähert, der historisch mit großen Zyklustiefs verbunden ist – eine Phase, die sich seiner Einschätzung nach bis ins dritte Quartal und möglicherweise bis Oktober erstrecken könnte.
Zum Zeitpunkt des Schreibens wird Bitcoin bei etwa $63.000 gehandelt und erholt sich von den Tiefstständen bei $59.000, während der Markt darüber nachdenkt, ob die schlechteste Woche seit FTX einen Kapitulationsboden markierte oder nur der jüngste Schritt in einer längeren Korrektur war.

