Bitcoin: Größtes Risiko ist Langeweile, nicht ein weiterer Preissturz, sagt CryptoQuant-CEO

Bitcoin hat in der Vergangenheit bereits mehrere Preisstürze überstanden, und der CEO von CryptoQuant, Ki Young Ju, ist zuversichtlich, dass dies auch in Zukunft der Fall sein wird. Allerdings sieht er eine andere Bedrohung für die Kryptowährung: Langeweile. Diese Gefahr verknüpft er mit den STRC-Aktien von Strategy, die in den letzten Wochen für Aufsehen gesorgt haben.
Langeweile statt Crash
Die Kryptowährungsbranche ist bekannt für ihre hohe Volatilität. Bitcoin hat in der Vergangenheit sowohl extreme Kursanstiege als auch -abstürze erlebt. Trotz der jüngsten Bärenmärkte, wie dem Einbruch im Oktober, der Krise im Februar und dem Absturz im Juni, hat sich Bitcoin immer wieder erholt.
Der CEO von CryptoQuant zeigt sich daher wenig besorgt über einen möglichen weiteren Crash. Vielmehr sieht er die Gefahr in einer langanhaltenden Seitwärtsbewegung, die das Vertrauen in die Kryptowährung untergraben könnte, insbesondere wenn die STRC-Struktur von Strategy nicht wie geplant funktioniert.
"Strategy's STRC structure becomes truly dangerous not when Bitcoin simply crashes, but when Bitcoin spends years moving sideways, and the bear market drags on."
Er fügte hinzu, dass eine lange Stagnation die Geschichte von Bitcoin schwächen könnte. Solange der Markt an einen erneuten Aufschwung glaubt, kann Bitcoin einen weiteren Crash überstehen. Doch eine schwache Nachfrage aufgrund von Stagnation könnte die Prämie von MSTR komprimieren und es erschweren, Kapital zu beschaffen.
Ein Grund zu glauben
Young Ju erklärte weiter, dass die eigentliche Herausforderung für Saylor und sein Unternehmen nicht nur darin besteht, weiterhin Bitcoin zu kaufen, sondern dem Markt "einen neuen Grund zu geben, zu glauben".
"After nearly a decade in this industry, I’ve realized Bitcoin’s core has not really changed. What changes every cycle is the story around why BTC price should keep going up. But, most of those stories now feel exhausted."
Er warnte, dass Bitcoin nicht als digitales Gold fungierte, als es gebraucht wurde, da es sich wie eine Tech-Aktie verhielt. Es sollte als Freiheitsgeld von Cypherpunks geschaffen werden, doch viele ursprüngliche Unterstützer bewerben nun andere Coins. Zudem sieht er die Bedrohung durch fortschrittliches Quantencomputing.
Obwohl er weiterhin fest daran glaubt, dass "das Kapital, das in Bitcoin fließen könnte, enorm ist", merkt er an, dass das Gefühl eines unvermeidlichen Katalysators heute schwächer ist als vor zehn Jahren.
"It makes me a little sad to see the ideas that originally pulled me in gradually get consumed and diluted: freedom money, energy money, and institutional adoption."

