Bestürzung über Vergiftung von Nawalny: Außenminister Wadephul äußert sich auf Sicherheitskonferenz
Außenminister Johann Wadephul zeigte sich betroffen angesichts neuer Erkenntnisse über die Vergiftung des verstorbenen Kremlkritikers Alexej Nawalny, die er im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz kommentierte. Im Austausch mit Partner-Nationen wurden Details bekannt, die den CDU-Politiker tief erschütterten. "Wir hatten nie Illusionen über das russische Regime, doch diese jüngsten Enthüllungen haben mich wirklich schockiert", erklärte Wadephul gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Nawalny sei Symbolträger eines alternativen Denkens in Russland gewesen.
Die genauen methodischen Details zur Analyse des verwendeten Nervengifts blieben zwar unter Verschluss, dennoch war die Botschaft klar. Wadephul richtete zudem deutliche Worte an jene, die von der Bundesregierung fordern, Dialoge mit Moskau aufzunehmen, um den Krieg in der Ukraine zu beenden. Die Annahme, dass die Situation durch mangelnde Kompromissbereitschaft des Westens verschärft werde, wies er vehement zurück. "Es ist an der Zeit zu erkennen, dass das aktuelle russische Regime bereit ist, seine Ziele rücksichtslos zu verfolgen, selbst wenn dies jeglichen moralischen und rechtlichen Rahmen sprengt", sagte der Minister.

