Beste Footprint-Chart-Software 2026: Kostenlos vs. Profi-Tools im Vergleich
Gute Footprint-Charts zeigen Marktaktivität auf einzelnen Preisstufen deutlich genauer, als es ein klassischer Kerzenchart allein kann. Je nach Software lassen sich Bid und Ask, Delta, Volumen, Imbalances und Point of Control innerhalb einer Kerze auswerten. Deshalb zählt neben der Darstellung auch die Datenqualität.
Die Suchphrase “best footprint chart software“ klingt nach einem eindeutigen Sieger, doch 2026 hängt die passende Wahl stark vom Markt und vom Arbeitsstil ab. Futures Trader brauchen häufig präzise Tick-Daten und Replay, andere Nutzer priorisieren flexible Charts, Automatisierung oder detaillierte Einstellungen. Für einen fairen Vergleich lohnt sich der Blick auf drei etablierte Profi-Tools und kostenlose Einstiege.
Drei Profi-Tools für Footprint-Analysen
ATAS
Für Trader, die Footprints mit einer breiteren Volumen- und Orderflow-Analyse verbinden möchten, ist ATAS eine spezialisierte Analysesoftware, die jede Kerze in einzelne Preisstufen zerlegt und dort unter anderem Volume, Trades, Bid × Ask und Delta darstellen kann. Laut Anbieter arbeitet sie mit Tick-Daten und bietet mehr als 400 Footprint-Varianten sowie Volume Profile, Smart Tape, Smart DOM, Heatmap und Market Replay.
Der Atas Footprint Chart lässt sich damit in einen größeren Analyseprozess einbauen. ATAS führt kostenpflichtige Plus-, Pro- und Ultra-Tarife ein, bietet dafür eine 14-tägige Testversion und zusätzlich einen dauerhaft kostenlosen Starttarif mit Basisumfang. ATAS ist Software zur Marktanalyse und Datenvisualisierung, kein Broker; Entscheidungen bleiben beim Nutzer.
NinjaTrader
NinjaTrader setzt auf Order Flow Volumetric Bars. Sie zeigen Kauf- und Verkaufsvolumen für einzelne Preisstufen und berechnen Delta innerhalb eines Bars. Zur Order Flow+ Suite gehören außerdem Cumulative Delta, VWAP, Volume Profile, Trade Detector und Market Depth Map. Laut aktueller Dokumentation stehen diese Werkzeuge Nutzern mit Lifetime-Lizenz zur Verfügung.
Damit ist NinjaTrader interessant für Trader, die Volumetric Bars mit einem umfangreichen Futures-Umfeld und der NinjaScript-Infrastruktur verbinden möchten. Die Orderflow-Werkzeuge lassen sich mit weiteren Analysefunktionen kombinieren.
Sierra Chart
Sierra Chart nennt seine Footprint-Darstellung Numbers Bars. Sie können Ask- und Bid-Volumen, Delta, Gesamtvolumen, Trade-Anzahl und weitere Werte je Preisstufe anzeigen. Mehrere Datenspalten lassen sich pro Bar darstellen, wodurch unterschiedliche Berechnungen nebeneinander ausgewertet werden können.
Numbers Bars gehören zu den Advanced Paketen. Für externes Trading oder Datendienste ist ein Integrated Advanced Paket vorgesehen. Sierra Chart eignet sich damit besonders für Anwender, die Darstellung und Intraday-Daten genau konfigurieren möchten.
TradingView als Sonderfall
Ein Sonderfall ist Footprint Chart TradingView. TradingView führte seinen nativen Volume Footprint Chart 2024 für Premium und höhere Tarife ein. Er zeigt Kauf- und Verkaufsvolumen nach Preiszonen, Delta, Point of Control, Value Area und Imbalances. 2025 kam eine Tabellenansicht hinzu, und seit 2026 können Pine-Skripte auf Footprint-Daten zugreifen. Der native Footprint gehört damit nicht zum kostenlosen Basiszugang.
Welche Funktionen sollte Footprint-Software abdecken?
Eine gute Footprint Chart Software muss nicht möglichst viele Anzeigen gleichzeitig öffnen. Wichtiger ist, dass die Kerninformationen sauber zusammenarbeiten. Sinnvoll sind vor allem:
- Volumen auf einzelnen Preisstufen
- Bid und Ask oder Delta
- Imbalance Markierungen und POC
- Tick Daten mit ausreichender Historie
- Replay für die nachträgliche Analyse
- ergänzende Ansichten wie Volume Profile oder DOM
Die Datengrundlage verdient besondere Aufmerksamkeit. Dass systematische Erhebung bessere Auswertungen ermöglicht, zeigt auch eine aktuelle datengestützte Bestandsaufnahme, bei der Frequenzen, Kaufkraft und weitere Kennzahlen gesammelt werden, um Entwicklungen genauer einzuordnen. Im Trading gilt derselbe technische Grundsatz: Ein Chart kann nur Informationen visualisieren, die der Datenfeed liefert.
Datenqualität und Marktliquidität
Bei Footprints ist Granularität zentral. Sierra Chart weist darauf hin, dass Numbers Bars für die höchste Genauigkeit Intraday-Daten mit einer Tick-Auflösung benötigen. TradingView verwendet für aktuelle Intraday-Footprints in professionellen Plänen ebenfalls Tick-Daten, bevor für weiter zurückliegende Historie gröbere Intervalle zum Einsatz kommen.
Replay und Arbeitsablauf
Replay hilft, vergangene Sitzungen Schritt für Schritt zu prüfen. Entscheidend ist, ob Footprint, Delta und DOM während der Wiedergabe sinnvoll zusammenarbeiten. So lässt sich beobachten, welche Informationen an einem Preisniveau gleichzeitig verfügbar waren und wie sich die Marktaktivität anschließend entwickelte.
Was bieten kostenlose Varianten?
Kostenlose Einstiege
Wer nach Footprint Chart kostenlos sucht, sollte zwischen kostenlosem Softwarezugang und einem vollständig freigeschalteten nativen Footprint unterscheiden. Quantower bietet beispielsweise eine kostenlose Basisversion mit Charts, DOM und Time and Sales, während der Cluster Chart beziehungsweise Footprint zu den Volume Analysis Tools der kostenpflichtigen Lizenzen gehört. ATAS bietet ebenfalls einen dauerhaft kostenlosen Starttarif, während die erweiterten Profi-Tarife separat getestet oder gebucht werden können.
Kostenlose Zugänge sind daher vor allem praktisch, um Oberfläche, Datenverbindungen und grundlegende Analyseabläufe kennenzulernen. Für den eigentlichen Vergleich sollte anschließend geprüft werden, welche Footprint-Funktionen in der jeweiligen Lizenz tatsächlich enthalten sind.
Warum eine Demo mehr als eine Funktionsliste zeigt
Eine Feature-Liste sagt, was vorhanden ist. Erst ein Test zeigt, wie schnell benötigte Informationen gefunden werden und ob mehrere Ansichten zum eigenen Ablauf passen. Deshalb ist eine Demo bei komplexer Analyse-Software besonders sinnvoll.
Dieses Vorgehen ist auch aus anderen Digitalprojekten bekannt. Bei der geplanten Einführung eines Dokumentenmanagementsystems in Werne sind ausdrücklich Konzeptionstest und Pilotphasen vorgesehen, bevor die breitere Einführung erfolgt. Für Footprint Software ist der Gedanke ähnlich: Eine Demo sollte mit den tatsächlich beobachteten Märkten, üblichen Zeitrahmen und realistischen Analyseabläufen getestet werden.
Dabei helfen drei Fragen:
- Sind die wichtigsten Volumeninformationen schnell verständlich?
- Funktioniert Replay mit dem eigenen Review-Prozess?
- Lassen sich Datenfeed, Märkte und Werkzeuge sinnvoll verbinden?
Welche Software passt zu welchem Profil?
ATAS eignet sich besonders für Nutzer, die Footprint, Volumenprofil, Tape, DOM und Liquiditätsanalyse in einer spezialisierten Umgebung zusammenführen möchten. NinjaTrader verbindet Volumetric Bars mit Order Flow+ und einem umfangreichen Futures-Umfeld. Sierra Chart bietet mit Numbers Bars eine detailliert konfigurierbare Lösung für Nutzer, die großen Wert auf Kontrolle über Darstellung und Daten legen.
Die drei Werkzeuge verfolgen damit unterschiedliche Schwerpunkte, ohne dass daraus eine allgemeine Rangfolge entstehen muss. Entscheidend ist, ob Datengrundlage, Chartdarstellung, ergänzende Werkzeuge und Arbeitsweise zum eigenen Analyseprozess passen.

Fazit
Die beste Wahl entsteht nicht durch eine einzelne Funktionszahl. Footprint Trader sollten prüfen, wie präzise Volumen dargestellt wird, welche Datenquelle dahintersteht und wie gut Footprint, Delta, Replay und ergänzende Werkzeuge zusammenarbeiten.
ATAS, NinjaTrader und Sierra Chart setzen unterschiedliche Schwerpunkte, ohne dass einer davon für jedes Profil automatisch überlegen ist. Wer zunächst testen möchte, kann kostenlose Zugänge und Demos nutzen und danach anhand des eigenen Workflows entscheiden. Dann wird aus Volumendaten eine nachvollziehbare Grundlage für eigene Entscheidungen.


