Beschäftigte im Maschinenbau sind sehr zufrieden

Die Beschäftigten im deutschen Anlagen- und Maschinenbau sind mit ihrem Arbeitsverhältnis überwiegend sehr zufrieden. Eine Studie bescheinigt zudem vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten und einen sicheren Arbeitsplatz trotz hoher Konjunkturabhängigkeit der deutschen Vorzeigebranche.
Der Maschinenbausektor ist mit einer Million Beschäftigten die größte deutsche Branche
Oft als Herzstück der deutschen Wirtschaft bezeichnet, zeichnet der Anlagen- und Maschinenbau für signifikanten Anstieg der Beschäftigungsquote verantwortlich. In den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl der Beschäftigten jährlich um rund 15.000. Mittlerweile arbeiten in diesem Wirtschaftssektor eine Million Menschen in den verschiedensten Berufen. „Made in Germany“, Ende des 19. Jahrhunderts von den Briten eigentlich zur Abschreckung und zum Schutz der eigenen Produkte erfunden, ist nach wie vor ein weltweit anerkanntes Gütesiegel. Die kriselnde Weltwirtschaft führte daher auch nur zu vorübergehender Stagnation. Nach China (983 Milliarden Euro) und den USA (368 Milliarden Euro) lag Deutschland mit 260 Milliarden Euro Gesamtumsatz auf Platz drei der größten Maschinenbaunationen.
Gute Qualifikation der Beschäftigten ist ein wichtiger Erfolgsfaktor
In der gesamten Maschinenbaubranche wird großer Wert auf eine gute Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten gelegt. Eine Studie, die vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in Auftrag gegeben wurde, untersuchte den Zufriedenheitsgrad der Arbeitnehmer mit ihrem Arbeitsverhältnis. Demnach haben die meisten Beschäftigten Spaß an ihrer Arbeit und zudem gute Perspektiven in ihrer Karriereentwicklung sowie überwiegend stabile Arbeitsverhältnisse.
Die verschiedenen Berufe im Maschinen- und Anlagenbau
Einige der größten deutschen Arbeitgeber im Maschinen- und Anlagenbausektor sind Siemens Industry, ThyssenKrupp Industrial Solutions und die Linde Group. Dazu kommt eine Vielzahl von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU). Aufgrund der großen Bandbreite der Maschinenbauprodukte gibt es auch sehr viele verschiedene branchenspezifische Berufe:
- Mechatroniker haben ein großes Aufgabenfeld. Sie montieren komplexe Systeme aus mechanischen und elektronischen Bauteilen und übernehmen fällige Reparaturarbeiten. Sie kontrollieren und warten bereits im Einsatz befindliche Maschinen oder konstruieren beispielsweise Industrieroboter für Fertigung oder Montage. Mechatroniker ist ein anerkannter Ausbildungsberuf mit dreieinhalbjähriger dualer Ausbildung. Nachgefragt werden Mechatroniker sowohl von Großkonzernen als auch von KMU. Beispielsweise beschäftigt der Hamburger Maschinenbauer Transprotec, der sich auf Kransysteme, Bauseilzüge und Hebezeuge spezialisiert hat, Mechatroniker als Servicemonteure.
- Technische Produktdesigner mit Spezialisierung auf Anlagen- und Maschinenkonstruktion entwickeln und konstruieren nach Kundenvorgaben sowohl einzelne Bauteile als auch komplette Anlagen. Sie erstellen detailgetreue Modelle auf CAD-Systemen und wählen dann den spezifischen Anforderungen entsprechende Werkstoffe und Normteile aus. Sie müssen dabei neben erforderlichen Änderungen auch jederzeit die Wirtschaftlichkeit des geplanten Produkts im Auge behalten. Die (anerkannte) Ausbildung zum technischen Produktdesigner dauert dreieinhalb Jahre.
- Produktionstechnologen haben ein großes Einsatzfeld im gesamten Bereich Serienproduktion und Support. Es reicht von der Vorbereitung von technischen Anlagen über deren Programmierung bis zur Einweisung von Beschäftigten in deren Bedienung. Produktionstechnologe ist als Ausbildungsberuf anerkannt, die duale Ausbildung im Industriebetrieb dauert drei Jahre.

